Neue Sonderausstellung


Pete Souza · Michelle Obama · 2009 · courtesy Barack Obama Presidential Library
Pete Souza · Michelle Obama · 2009 · courtesy Barack Obama Presidential Library

Pete Souza · Nancy Reagan, Michael Jackson & Ronald Reagan · 1985 · courtesy Ronald Reagan Library
Pete Souza · Nancy Reagan, Michael Jackson & Ronald Reagan · 1985 · courtesy Ronald Reagan Library

© Elliott Erwitt/MAGNUM PHOTOS
© Elliott Erwitt/MAGNUM PHOTOS

Robert McNeely · Hillary & Bill Clinton · 1998 · courtesy William J. Clinton Presidential Library
Robert McNeely · Hillary & Bill Clinton · 1998 · courtesy William J. Clinton Presidential Library

 

LEADING LADIES

 

KENNEDY · REAGAN · CLINTON · OBAMA

 

12. Oktober 2018 – 24. Februar 2019

 

Sie hat Macht. Sie hat Einfluss. Dennoch, ihr Gestaltungsspielraum scheint begrenzt: Die First Lady of the United States. Ein Amt, das formal gar keines ist. Zumindest finden sich in der Verfassung der USA keinerlei Hinweise auf Rechte und Pflichten der First Lady, und auch eine Bezahlung ist nicht vorgesehen. Die Anforderungen an die erste Dame im Staat sind jedoch enorm: Sie soll eine Familie führen, ihren Ehemann im Wahlkampf unterstützen, souverän als Gastgeberin und Repräsentantin auftreten und nicht zuletzt eigene politische Initiativen ins Leben rufen.

 

Die Ausstellung »Leading Ladies« geht anhand von über 70 Fotografien renommierter Fotografen, wie Steve Schapiro, Elliott Erwitt, Mark Shaw, Martin Schoeller und Pete Souza, jener zentralen Akteurin in den USA auf den Grund. Vier ehemalige amerkanische First Ladies stehen dabei im Fokus: Jacqueline Kennedy, Nancy Reagan, Hillary Clinton und Michelle Obama. Sie haben das Amt unterschiedlich interpretiert und mit eignen Akzenten bereichert – man kann die vier Frauen aus diesem Grund als stilprägend bezeichnen:

 

Jacqueline Kennedy: Als Wegbereiterin legte sie die Messlatte, an der sich ihre Nachfolgerinnen bis heute messen lassen müssen

 

Nancy Reagan: Die moralische Instanz der Nation nutzte ihren Einfluss gekonnt, um an einem konservativen Umbau der Gesellschaft mitzuwirken

 

Hillary Clinton: Die »Co-Präsidentin« trat wie keine First Lady zuvor als politische Akteurin in Erscheinung

 

Michelle Obama: Die »Mom in Chief« vereint in ihrer Vielseitigkeit als Mutter, Wahlkämpferin und Initiatorin sozialer Programme die Aspekte des Amtes

 

Diese Ausstellung wirft damit auch Fragen nach dem weiblichen Rollenverständnis auf. Schließlich ist das öffentliche Image der First Lady stets eine Gratwanderung zwischen dem traditionellen Bild der Ehefrau und Mutter und dem einer emanzipierten politischen Akteurin, die eigene Ambitionen verfolgt. Diese spannungsgeladene Ambivalenz wird in den vier Aspekten thematisiert, die die Ausstellung inhaltlich gliedern: Weggefährtin, Repräsentantin, Wahlkämpferin und politischer Akteurin.

 

Bei einem Rundgang durch »Leading Ladies« eröffnen sich dem Besucher ungewohnte Perspektiven auf grundlegende Entwicklungen in der Geschlechter- und politischen Geschichte.