Blog-Archiv 2016


»AIN’T WE WOMEN?« – Black Feminism und das Konzept der Intersektionalität

»I am a Black Feminist. I mean I recognize that my power as well as my primary oppressions come as a result of my blackness as well as my womanness, and therefore my struggles on both of these fronts are inseparable.«

Audre Lorde

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»Ich bin ein Berliner« Die Rhetorik John F. Kennedys am Beispiel seiner Berlin-Rede am 26. Juni 1963 vor dem Rathaus Schöneberg

Der amerikanische Schriftsteller Mark Twain hat einmal gesagt, um eine gut improvisierte Rede halten zu können, brauche man mindestens drei Wochen. Auch John F. Kennedys berühmte Berlin-Rede vor dem Rathaus Schöneberg war ein ausgeklügeltes Meisterstück. Kennedy war sowohl ein begnadeter Rhetoriker als auch ein unverhohlener Bewunderer brillanter Reden. In den Prozess des Redenschreibens war er stets mit eingebunden, und es war seine Idee, jene deutschen Worte in seine Rede einzuarbeiten, welche bei rund 450.000 Berlinern tosenden Jubel auslösten: »Ich bin ein Berliner«.

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EIn Präsident für Pressefreiheit

»I have selected as the title of my remarks tonight The President and the Press. Some may suggest that this would be more naturally worded The President Versus the Press. But those are not my sentiments tonight.«

Durch seine begnadeten Redekünste erhielten viele Reden John F. Kennedys Kultstatus, nicht jedoch jene Worte, die er am 27. April 1961 vor der American Newspaper Association sprach. Diese Rede befasst sich mit einem Thema, das nicht aktueller sein könnte: die Balance zwischen Freiheit und Sicherheit. Was können und sollen die Medien in einer Gesellschaft leisten und ab wann gehen Grenzen der Berichterstattung in die Einschränkung der Pressefreiheit über?

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President Kennedy’s Blues

Das Attentat auf John Fitzgerald Kennedy am 22. November 1963 erschütterte eine Nation in ihren Grundfesten. Das Land hatte einen Präsidenten verloren, der nicht nur den amerikanischen Traum personifizierte, sondern zudem ein geeintes Amerika forderte, in dem Gleichberechtigung herrschen sollte. Sein Engagement für eine Gleichstellung der Afroamerikaner in den Vereinigten Staaten ließ ihn zu einem Symbol der Bürgerrechtsbewegung werden. Zahlreiche Künstler der afroamerikanischen Bevölkerung zollten Kennedy in den Tagen und Wochen nach seiner Ermordung ihren Respekt. Sie schufen ihm musikalische Denkmäler, die die Erinnerung an ihn nachhaltig prägten.

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John F. Kennedy und Barack Obama: Befürworter der Bürgerrechte

Als John F. Kennedy 1961 das Präsidentschaftsamt antrat, war die afroamerikanische Bürgerrechtsbewegung schon in vollem Gange. Die turbulenten 1950er-Jahre waren zu Ende und damit ein Jahrzehnt der Proteste und Gewalt, das jedoch nur wenig Fortschritt mit sich gebracht hatte. Der Fall Brown vs. Board of Education im Jahr 1954, der Montgomery Bus-Boykott und die Sit-In-Bewegung hatten große Aufruhr verursacht, ohne dass eine konkrete Veränderung der systematischen Segregation erreicht werden konnte: Im gesamten Süden der USA wurde Afroamerikanern nach wie vor das Wahlrecht verweigert, der Zugang zu öffentlichen Einrichtungen blieb ihnen verwehrt und sogar auf Gleichstellung vor Gericht konnten sie sich nicht verlassen. Auch in den Nordstaaten, in denen Segregation oder »Jim Crow« nie eine Rolle gespielt hatten, wurden Afroamerikaner stetig mit Vorurteilen und Diskriminierung konfrontiert – nicht nur bei der Ausbildung und der Suche nach Arbeitsplätzen, sondern auch in unzähligen anderen Aspekten des Lebens.

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