NADAV KANDER RICHARD AVEDON FÜHRUNG LINKS RICHARD AVEDON Richard Avedon wurde am 15. Mai 1923 in New York geboren. Im Alter von 14 Jahren trat Avedon bereits als Schriftsteller hervor. Nach seinem Militärdienst studierte er am Design Laboratory in New York. 1946 gründete er das Richard Avedon Studio und veröffentlichte regelmäßig seine Porträtphotographien im New Yorker. Von 1945 bis 1965 arbeitete er für die Modezeitschrift Harpers’s Bazaar, 1947 begann seine Arbeit für die Vogue. Richard Avedon war fortan tonangebend im Gebiet der Mode- und Porträtphotographie. Berühmte Persönlichkeiten wie Marilyn Monroe, Charlie Chaplin, Brigitte Bardot und Henry Kissinger standen für Avedon Modell. Für seine Porträts verwendete Avedon stets die gleichen puristischen Stilmittel: einen Schwarz-Weiß-Film, kombiniert mit einem neutralen, weißen Hintergrund. Auf jede weiteren technischen Hilfsmittel verzichtete er. Dadurch wurde der Mensch selbst mit all seinen Charakteristika, seinen inneren und äußeren Stärken Stärken und Schwächen und in den Vordergrund gerückt. 1976 veröffentlichte das Magazin Rolling Stone eine Sonderausgabe mit Avedons Photoreihe »The Family«. Sie besteht aus 69 Porträts amerikanischer Politiker, ranghoher Wirtschaftsmogule sowie einflussreicher Lobbyisten und avancierte nicht zuletzt durch die neuartige Sicht- und Darstellungsweise Avedons zu einer der bedeutendsten Porträtreihen in der amerikanischen Geschichte. Neben seiner Arbeit mit Prominenten thematisierte Avedon in seinen Photographien auch die Kehrseite der Macht und des Wohlstandes: Obdachlose, Kriegsbetroffene und Arme. Das wohl berühmteste Beispiel dazu stellt seine Serie »In the American West« dar. Hier warf Avedon einen Blick hinter die Kulissen der ländlichen Bevölkerung und erschütterte dadurch den heiteren Gemütszustand und das Wohlstandsdenken der amerikanischen Gesellschaft. Richard Avedon starb am 1. Oktober 2004 in San Antonio im Alter von 81 Jahren. Unzählige Ausstellungen, Retrospektiven und Preise würdigen Richard Avedon und sein Werk. Seit jeher gilt er als einer der bedeutendsten Photographen des 20. Jahrhunderts.
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