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John F. Kennedy und die afroamerikanische Bürgerrechtsbewegung

Die rechtliche und soziale Situation afroamerikanischer Bürger in den USA war zu Beginn der 60er Jahre äußerst prekär. Während in den Nordstaaten die „Rassentrennung“ (Segregation nach dem Konstrukt der „Rasse“) zumindest indirekt und teilweise vorhanden war, verfolgten die Südstaaten weiterhin eine direkte und offene Segregation in den Institutionen, darunter im öffentlichen Nahverkehr, im Handels- und Dienstleistungssektor, in öffentlichen Einrichtungen wie Krankenhäusern und im Bildungswesen. Weiterhin erfuhren afroamerikanische Bürger erhebliche Benachteiligungen in den Bereichen Arbeit, Wohnen und Wahlrecht. Im Süden der Vereinigten Staaten waren zu Beginn der 60er Jahre nur 20% der afroamerikanischen Wähler registriert. „Weiße“ Bürger verhinderten aktiv die Registrierung „schwarzer“ Bürger und es gab segregierende Hürden wie Schreib- oder Wissenstests, um sich als Wähler registrieren zu lassen. Die Arbeitslosigkeit unter „Schwarzen“ war doppelt so hoch wie unter „Weißen“.

Das Ziel der afroamerikanischen Bürgerrechtsbewegung war die Gleichstellung der „Schwarzen“ mit den „Weißen“, die zwar rechtlich zugesichert war, jedoch institutionell verhindert wurde. In einem Urteil von 1896 hatte der Oberste Gerichtshof verfügt, dass die Trennung nach „Rassen“ aufrechterhalten werden könne, wenn die getrennten Einrichtungen gleichwertig seien („separate but equal“). Diese Regelung legten insbesondere die Südstaaten in der Weise für sich aus, dass sie die Trennung weiterführten und dabei die Bereiche für „Schwarze“ weder pflegten noch instand hielten oder ausbauten; so konnte von Gleichheit trotz Trennung keine Rede sein. Die Aktionen der afroamerikanischen Bürgerrechtsbewegung nahmen in den Folgejahren immer größere Ausmaße an, sie beinhalteten Demonstrationen, Boykotts und Friedensfahrten. Während John F. Kennedy zu Beginn seiner Amtszeit als Senator von Massachusetts das Thema weitestgehend unbearbeitet ließ, setzte er sich 1957 für ein moderates Bürgerrechtsgesetz ein.

Im Präsidentschaftswahlkampf von 1960 engagierte sich John F. Kennedy zusammen mit seinem Bruder Robert F. Kennedy schließlich für Martin Luther King Jr., der wegen eines nicht umgemeldeten Führerscheins inhaftiert worden war, und bewirkte so seine Freilassung. Kennedys Parteinahme für King brachte ihm hohe Popularitätswerte bei den Afroamerikanern ein und trug damit auch zum knappen Wahlsieg gegen Richard M. Nixon bei.

Der Handlungsspielraum bewegte sich für den Präsidenten Kennedy zwischen der Exekutive und der Legislative, wobei er lange Zeit der Exekutive den Vorzug gab („executive action rather than legislation“). Zusammen mit seinem Bruder Robert F. Kennedy, der Justizminister war, setzte sich John F. Kennedy anfangs für die Ausschöpfung der jeweiligen rechtlichen Leitlinien ein. So wurden in vielen Fällen Klageverfahren angestrengt, um das Recht vor dem Gesetz bestätigt zu bekommen. Zumindest im Bereich des Wahlrechts war die Handlungsfähigkeit einer gut geführten Exekutive fast genauso wirksam wie die der Legislative. Zur Eskalation kam es, als sich der Student James Meredith am 1. Oktober 1962 als erster „Schwarzer“ an der Universität Oxford im Bundesstaat Mississippi einschreiben wollte. Auf Befehl Kennedys wurde Meredith von Militär und Justizbeamten begleitet, um seine Einschreibung zu ermöglichen. Bei den Protesten und Ausschreitungen starben zwei Menschen und über 70 wurden verletzt.

Ein derart sensibles Thema wie die Bürgerrechtsgesetzgebung hätte John F. Kennedy die Wiederwahl kosten können, wie er selbst („this thing could cost me the election, but I have no intention of turning back now or ever“), zeitgenössische Berater und heutige Historiker gleichermaßen feststellten. Tatsächlich sanken die Popularitätswerte von Präsident Kennedy bei „Weißen“  in den Jahren 1962 und 1963, nicht zuletzt wegen seines Versuchs, sein neues Bürgerrechtsgesetz einzubringen.

Im August 1963 plante die afroamerikanische Bürgerrechtsbewegung einen Marsch auf Washington, um ihrem Willen und der Dringlichkeit ihres Anliegens Ausdruck zu verleihen. Präsident Kennedy war erst gegen eine derartige Massendemonstration, vor allem, weil er eine gewalttätige Eskalation befürchtete. Die Demonstration fand unter Auflagen statt, blieb friedlich und war damit ein Erfolg für die Bürgerrechtsbewegung. Während dieser Demonstration hielt Martin Luther King Jr. seine berühmte „I have a dream“-Rede und setzte sich auch für die Unterstützung der Kennedy-Gesetzgebung ein, die durch eine Blockade im Kongress aufgehalten wurde. Gerade diese von Kennedy befürchtete Blockade ist eine Erklärung für sein anfänglich sehr zögerliches und vorsichtiges Vorgehen in Bezug auf die Bürgerrechtsgesetzgebung. Um eine möglichst breite Unterstützung für sein Gesetz zu erhalten, musste er auch Senatoren und Gouverneure der Südstaaten miteinbeziehen. Diese brauchte er wiederum, um andere Gesetzesvorhaben verabschieden zu können.

John F. Kennedy hatte erkannt, dass sich die Stimmung 1963 soweit gewandelt hatte, dass eine Zustimmung zu einem Bürgerrechtsgesetz in den Kammern überhaupt erst möglich erschien. Kennedys Gesetzesinitiative war von ihm über Jahre hinweg vorsichtig und unter größtem taktischen Geschick vorbereitet worden. Dabei musste er sowohl auf die Zustimmung demokratischer Südstaatler hoffen als auch republikanische Südstaatler ihr Gesicht wahren lassen, indem sie Ablehnung äußern oder Veränderungsvorschläge anbringen konnten. Sein vorsichtiges Vorgehen bis 1963, das viele als zu zögerlich interpretierten, bereitete so in mehrfacher Hinsicht den Boden für ein erfolgreiches Gesetz. Die öffentliche Meinung war indessen gewandelt, zum einen, wie historische Studien zeigen, wegen der zahlreichen Reden, die Kennedy zum Thema Bürgerrechte hielt, und zum anderen nicht zuletzt auch wegen der friedlichen Massenkundgebung von Washington.

Die Ermordung Kennedys im November 1963 verhinderte dann zunächst ein Zustandekommen seines Gesetzes, das erst unter seinem Nachfolger Lyndon B. Johnson umgesetzt werden konnte, aber größtenteils seine Handschrift trug. Auch dieses Bürgerrechtsgesetz konnte die Segregation nicht vollkommen aufheben, auch wenn dadurch entscheidende Ansätze zur weitergehenden Desegregation geliefert wurden. So konnte u.a. der Anteil der registrierten „schwarzen“ Wähler im Süden der USA auf 40% gesteigert werden (1965 lag er dann bei 60%). Bis 1968 konnte die Bürgerrechtsgesetzgebung bewirken, dass die Segregation in öffentlichen Einrichtungen und Bildungseinrichtungen rechtlich aufgehoben wurde, ebenfalls die Diskriminierung im Arbeitsrecht, im Wahlrecht und im Wohnrecht.

MSL

Die vierbeinigen Bewohner des Weißen Hauses

Als John F. Kennedy und seine Familie im Januar 1961 ins Weiße Haus einzogen, waren sie nicht die einzigen neuen Bewohner der offiziellen Residenz des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. Zusammen mit der vierköpfigen Familie zog eine vielfältige Schar an Haustieren mit in den weitläufigen Gebäudekomplex. Besonders Jackie Kennedy sowie die beiden Kinder, Caroline und John Jr., waren äußerst tierlieb. So war die First Lady schon als junges Mädchen eine begeisterte Reiterin: Regelmäßig nahm sie erfolgreich an Reitturnieren teil, unter anderem auch gemeinsam mit ihrer Mutter, Janet Lee Bouvier. Ein ständiger Begleiter während ihrer Kindheit war ein Cocker Spaniel, mit dem die junge Jackie über ihre Probleme „redete“.

Ins Weiße Haus zogen alsbald eine Vielzahl von Hunden ein: unter ihnen Gaullie, ein Pudel, Clipper, ein Deutscher Schäferhund sowie die Hündin Pushinka, die Caroline Kennedy von Nikita Chruschtschow geschenkt bekam. Pushinka war ein Welpe von Strelka, der legendären Hündin, die im Rahmen eines sowjetischen Raumfahrtprogramms für einen Tag in den Weltall geschickt wurde.

Besonders bekannt und berühmt (sowohl damals als auch heutzutage) ist das Pony Macaroni, ein Geschenk des damaligen Vizepräsidenten Lyndon B. Johnson an Caroline. Es ist auf vielen Photos gemeinsam mit den Kennedys zu sehen und bewegte sich frei auf dem Gelände des Weißen Hauses. Weitere Tiere im Weißen Haus während John F. Kennedys Regentschaft waren drei zusätzliche Pferde, einige Vögel, ein Hase, ein Hamster sowie die Katze Tom Kitten.

Die Kennedys waren bei weitem nicht die erste Präsidentenfamilie, die ihre Zeit im Weißen Haus mit einer Vielzahl von Haustieren teilte. Auch die Präsidenten Theodore Roosevelt (1901-1909), Herbert Hoover (1929-1933) sowie Ronald Reagan (1981-1989) erfreuten sich an der Gesellschaft etlicher Vierbeiner.

Auch der aktuelle Präsident der Vereinigten Staaten, Barack Obama führt diese Tradition fort: Hund Bo, ein Portugese Waterdog, ist nicht nur der Liebling der Obama-Töchter Sasha und Malia, sondern auch der gesamten Belegschaft des Weißen Hauses. Er begleitet die Obamas seit April 2009. Bo ist übrigens ein Vertreter der Lieblingsrasse von John F. Kennedys Bruder Edward – dessen Witwe Victoria stellte den Kontakt zwischen den Obamas und den Züchtern her.

 

MB

Der katholische Präsident

Mit über 20 Prozent stellt die katholische Kirche heute eine der größten Glaubensgemeinschaften in den USA dar. Auch bei Kennedys Amtsantritt 1961 lagen die Zahlen nur knapp unter dieser Marke. Dennoch wurde Kennedys Weg zum höchsten Amt im Land gerade durch seine Religionszugehörigkeit erschwert. Seit Anbeginn der Nation dominierten protestantische Kräfte die Geschicke. Das Misstrauen gegenüber der katholischen Kirche hatte über die Jahrhunderte hinweg Bestand, so war es beispielsweise im 18. Jahrhundert Katholiken im Bundesstaat New York untersagt, politische Ämter auszuüben. Die Befürchtungen, dass der Vatikan die Geschicke im Land übernehmen würde, überschatteten auch die Präsidentschaftswahl von 1928. Nach der gescheiterten Kandidatur von Al Smith gegen Herbert Hoover schien die Möglichkeit einer katholischen Präsidentschaft für immer erloschen.

Dennoch wagte sich im Jahr 1960 der junge Senator John F. Kennedy erneut an das Unternehmen. Schon 1939 hatten die Kennedys für Aufruhr in der amerikanischen Bevölkerung gesorgt, als Joseph Kennedy und seine Familie in Vertretung für Präsident Roosevelt am 13. März 1939 an der Amtseinführung von Papst Pius XII. teilnahmen. Interessanterweise findet sich in der amerikanischen Verfassung keine gesetzliche Grundlage für die unermüdliche protestantische Dominanz, sondern eine Garantie für Religionsfreiheit. Dennoch musste sich Kennedy gegen eine Welle von Pamphleten, Broschüren und Karikaturen wehren, die ihn als eine Marionette des Vatikans verklärten. Ein erschreckendes Ergebnis stellte zum Beispiel eine Umfrage ein Jahr vor Kennedys Kandidatur dar, in der 24 Prozent der Befragten angaben, dass sie einem katholischen Kandidaten, unabhängig von seinen Qualifikationen, nicht ihre Stimme geben würden. Wie irrational die Bestrebungen seiner Kontrahenten waren, zeigte auch ein Beispiel der »New York Times«. Am 7. September 1960 erschien ein Artikel der »National Conference of Citizens for Religious Freedom«. Sie attackierten Kennedy scharf und bezeichneten ihn, wie auch Chruschtschow, als »Gefangener eines Systems«. Allerdings, wie Robert Dallek in seiner Biographie über Kennedy treffend schlussfolgerte, »taten sie das, was sie Kennedys Kirche vorwarfen – sie mischten weltliche und konfessionelle Angelegenheiten«. Solche Artikel konnten der demokratischen Partei allerdings viele Wähler kosten. Man befürchtete sogar eine Wiederholung der Wahlen von 1928. Schlesinger sagte später über diese Periode des Wahlkampfs, dass »der Gedanke, dass ihm [Kennedy] sein Glaube verwehren könnte, was er sich durch sein Talent und seine Leistungen erarbeitet habe« Kennedy sehr bedrückte.

Um den Ungerechtigkeiten des Konkurrenten eine Ende zu setzen, gründete man die »Community Relations Division«. Am einflussreichsten mag allerdings aus heutiger Sicht Kennedys Auftritt am 12. September 1960 vor der »Greater Houston Ministeral Association« in Houston, Texas, gewesen sein, vor der auch Al Smith gesprochen hatte. Das Ergebnis der damaligen Wahlen beunruhigte Kennedys Berater, u.a. auch seinen Bruder Robert, die ihm alle von der Reise abrieten. Wahrscheinlich hatte im Endeffekt allerdings gerade seine Rede die rettenden Stimmen ergeben. Kontinuierlich vertrat er, wie auch in seinem Wahlkampf und seiner Präsidentschaft, die Trennung von Staat und Kirche, wie sie in der Verfassung vorgeschrieben ist. Seinen 300 Zuhörern im Crystal Ballroom des Houston Rice Hotel und seinen rund einer Millionen Fernsehzuschauern erklärte er, dass er nicht der »katholische Präsidentschaftskandidat« sei. »Ich bin der Präsidentschaftskandidat der Demokratischen Partei, der zufälligerweise auch ein Katholik ist.«

Mit wenig mehr als 100.000 Stimmen siegte Kennedy gegen seinen Kontrahenten Richard M. Nixon. Experten meinten damals, wie von der »New York Times« berichtet, dass vor allem Katholiken mit ihrer Stimmenabgabe für Kennedy den Ungerechtigkeiten entgegentreten wollten, aber auch Wähler, die die Bigotterie der Kontrahenten als abstoßend empfanden. Heute, 50 Jahre nach Kennedys Präsidentschaft, sind Teile der amerikanischen Wählerschaft dennoch nicht vorurteilsfrei. Auch wenn mit Joe Biden als katholischer Vizepräsident die alten Ängste der Vorherrschaft des Vatikans nicht mehr aufkeimten, so war es dieses Mal die Debatte um Präsident Obamas Herkunft und Hautfarbe die während des Wahlkampfes präsent war.  

FA

 

 

Jackie Kennedy’s “Goodwill Tour” to India and Pakistan in 1962

Her [Jackie Kennedy’s] every seam has been the subject of hypnotized attention from the streets of Delhi to Khyber Pass. (LIFE)

“Jackie was the rarest of political creatures: ordinary enough to be non-threatening but elevated enough to inspire admiration”, as many critics stated. She perfectly knew how to conceal her actual disregard of politics and tried not to play an active role in any policy decisions (as opposed to Eleanor Roosevelt).

The White House years of John F. Kennedy and Jacqueline Kennedy were largely marked by political crises abroad and turmoil at home. Over the course of time, Jackie developed adept skills in campaigning and supporting her husband during his entire political career, although her main interests lay in raising and protecting her children as well as providing diversions for her husband. This credo stands in stark contrast to her initial assertion as a child “not to be a housewife”.

Nevertheless, Jack’s advisers soon acknowledged the high political potential of this nonpolitical woman after Jack and Jackie’s generally successful travels throughout Europe. Not only did she charm French president Charles de Gaulle with her refined knowledge of the French language and culture, she even left a deep impression on Nikita Khrushchev, Premier of the Soviet Union. It is reported that while JFK felt dissatisfied with the encounter of Khrushchev, Jackie inquired about the dogs that had been sent into space earlier and asked if she could have one. Indeed, Khrushchev sent her one of the puppies and de Gaulle agreed to her proposal of exhibiting Leonardo da Vinci’s “Mona Lisa” in the USA. Thus, Jackie proved to be of vital importance for the public as well as political status of the president. Her real power lay in mitigating explosive state visits while at the same time providing journalists with a beautiful picture.

Therefore, JFK encouraged Jackie to take trips by herself to represent the USA and the President abroad. In 1962, she went to India and Pakistan, accompanied by her younger sister Lee and John Kenneth Galbraith, who served as United States ambassador to India at that time. The journey was partly official, partly private and yet, state banquets were held in her honor. Her so-called “goodwill tour” started on March 12 and ended on March 26. During this time she followed a tightly knit schedule as if on an official state visit: she was received at Delhi airport by Prime Minister Jawaharlal Nehru, visited the Taj Mahal, and met Nehru’s daughter, Indira Gandhi, who would become prime minister herself in 1966. In addition, she also met Ayub Khan, president of Pakistan, visited the spot where Gandhi was cremated, rode an elephant, watched a polo game and visited children in a hospital. Khan even gave her a horse called “Sardar” as a gesture of goodwill, which was well received since Jackie was a fervent lover of horses. Throughout her trip, people on the streets shouted “Mrs. Kennedy, Zindabad”, which translates as “long live Mrs. Kennedy” and hailed her as the Amriki Rani – Queen of America.

Interestingly though, media coverage about her trip to India and Pakistan was mainly about her clothes, which apparently were the main focus of public attention since she had created the famous ‘Jackie Look’. It was stated that on this journey, she and her sister were accompanied by 23 security agents and took 62 pieces of luggage with them. Jackie wore Indian-inspired clothes that were exclusively designed for this trip by American designer Oleg Cassini. She changed her clothes several times a day, yet, her spokesman stressed the fact that “Mrs. Kennedy does not regard this trip as a fashion show.”

The trip was highly appreciated among JFK’s advisers who perceived the goodwill tour as an invaluable sign towards strengthening the diplomatic ties between the East and the West. It was stressed that Jackie had managed to improve communication decisively – an outcome which pleased the president very much. If he had traveled there alone, he would have probably touched on more delicate and precarious topics which would have made a confrontation inevitable and would have put a strain on the communication between the two countries.

IS

100 Tage Kennedy im Weißen Haus: eine Bilanz.

Ein halbes Jahrhundert nach Präsident Kennedys Amtsantritt erinnert man sich heute vornehmlich an die glorreichen „1000 Tage“ der Camelot-Ära. Weniger erfreut war Präsident Kennedy allerdings damals über die kritische Einschätzung des Time Magazine über seine ersten 100 Tage im Weißen Haus. Der Artikel hob hervor, dass die Regierung von einer monatelangen Serie von Rückschlägen gekennzeichnet war, die in dieser Form in der Geschichte der Republik einmalig waren. Wahrhaftig erbte Kennedy von seinem Vorgänger eine Reihe schwerwiegender innen- sowie außenpolitischer Probleme, die die ersten 100 Tage zu einer Kraftprobe für Kennedy werden ließen.

Zehn Tage nach der Amtseinführung erklärte Präsident Kennedy in seiner Rede zur Lage der Nation, dass die wirtschaftliche Lage des Landes sofortiges Handeln erfordern würde, aber auch, dass sich die Fronten des Kalten Krieges verhärtet hätten. In Kennedys erster Pressekonferenz, die, zum ersten Mal in der Geschichte der USA, am 25. Januar 1961 live im Fernsehen ausgestrahlt wurde, teilte er der amerikanischen Bevölkerung mit, dass im Juli des vorherigen Jahres ein RB-47-Aufklärungsflugzeug über der Barentssee von sowjetischen Kampfflugzeugen abgeschossen wurde. Wenige Wochen später erfuhr Kennedy, dass die Sowjetunion im Wettlauf um die Vorherrschaft im Weltall zudem einen entscheidenden Sieg erringen konnte. Nachdem der russische Satellit Sputnik 1957 erfolgreich ins All geschossen worden war, umkreiste Yuri Gagarin als erster Mensch im All am 12. April 1961 die Erde.

Das größte außenpolitische Problem der Kennedy-Administration ruhte allerdings 90 Meilen vor der Küste Floridas. Mit der Machtübernahme Fidel Castros 1959 hatte sich Kuba zu einem weiteren Satelliten des Kremls etabliert. Noch während der Präsidentschaft Eisenhowers wurde an einem Plan gearbeitet, das Castro-Regime zu stürzen. Kennedy stand dem Unternehmen von Anfang an kritisch gegenüber, hatte am 7. Februar allerdings dennoch Wirtschaftssanktionen gegen den Inselstaat verhängt und beugte sich  am Ende der Mehrheit des Militärs. Das Unternehmen, welches auch unter dem Namen „Bumping Road“ bekannt war, war jedoch von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Die kleine Gruppe von 1.400 Exil-Kubanern wurde unzureichend vorbereitet, bewaffnet und stand am 17. April einem 20.000-köpfigen Heer Castros gegenüber. Drei Tage später, in einer Pressekonferenz am 20. April, gab Präsident öffentlich bekannt, dass er alleine für das Unternehmen verantwortlich sei, ein Schritt, der ihm am Ende bei der amerikanischen Bevölkerung dennoch große Sympathiepunkte im Krisenmanagement einbrachte.

Dennoch befürchtete man in Washington, dass Kuba einen Dominoeffekt in Südamerika auslösen könnte. Ähnliche Bedenken beunruhigten die politischen Gemüter in Washington bezüglich Laos. Der Bürgerkrieg zwischen prokommunistischen und proamerikanischen Kräften drohte zu eskalieren und sich im schlimmsten Fall auf Nachbarstaaten auszuweiten. Schon am 28. Januar rief Kennedy das erste Treffen des Nationalen Sicherheitsrates zusammen, um die Lage in Vietnam zu erörtern. Am 26. März folgte der Antrittsbesuch des britischen Premierministers in Washington, bei dem vor allem nach einer Lösung für das Ende des Bürgerkrieges in Laos gesucht wurde.

Trotz aller außenpolitischen Krisen: die Schaffung des Peace Corps ist eine Erfolgsgeschichte der ersten 100 Tagen unter Kennedy. Gegründet am 1. März 1961, gewann das Projekt, das unter der Schirmherrschaft des am 18. Januar 2011 verstorbenen Robert Sargent Shriver, Jr., stand, landesweit an großer Popularität. Schon in den ersten zwei Jahren waren 7.300 freiwillige Studenten in 44 Ländern unterwegs. Das erste Unternehmen des Peace Corps, ein Straßenbauprojekt in Tansania, nahm am 1. April seine Arbeit auf. Zusätzlich erweiterte Kennedy am 24. Januar das Food for Peace Program, welches schon unter der Präsidentschaft von Eisenhower Nahrung im Wert von einer Milliarde US-Dollar in 60 Länder exportierte. 

Auch wenn sein Interesse vornehmlich der Außenpolitik galt, so war Kennedy durchaus bewusst, dass er sich auch mit innenpolitischen Fragen beschäftigen musste. Seine erste Amtshandlung bestand wohl auch aus diesem Grund in der Verfügung zur Erweiterung des Programms zur Verteilung von Nahrungsmitteln an bedürftige Familien. Weitere Maßnahmen zur Stabilisierung der Wirtschaft mussten allerdings auch unweigerlich folgen. Die USA waren zum dritten Mal innerhalb von sieben Jahren von einer Wirtschaftkrise heimgesucht worden, welche die höchste Arbeitslosenquote seit 20 Jahren als Folge hatte. Mit gezielten Programmen wollte Kennedy der Krise in den ersten 100 Tagen entgegenwirken, welche er in den kommenden Wochen im Kongress vortrug. Am 2. Februar erfolgte Kennedys Vorschlag für ein verbessertes Food Stamp Program. Wenige Tage später, am 9. Februar 1961, schlug er ein Gesundheitsgesetz für ältere Menschen vor, gefolgt von einem Vorschlag, der den Mindestlohn auf 1,25 US-Dollar festlegen sollte. Am 20. Februar unterstrich er zudem die Notwendigkeit für mehr finanzielle Mittel für Bildung und plädierte am 9. März für den Area Redevelopment Act. Zu Kennedys Erleichterung erholte sich die Wirtschaft im Frühjahr merklich. Während im März noch 35 Prozent davon überzeugt waren, dass die Arbeitslosenrate in den kommenden sechs Monaten erneut steigen würde, waren es Ende April 1961 nur noch 18 Prozent.

Als Kennedy am Morgen des 21. Januar seine Arbeit aufnahm, herrschte Aufbruchstimmung im Weißen Haus. Kennedy versuchte die Euphorie seiner Amtseinführung beizubehalten, um sein Unternehmen New Frontiers innen- sowie außenpolitisch durchzusetzen. Vehement stellte er sein innenpolitisches Reformprogramm im Kongress vor. Auch halfen ihm die außenpolitischen Rückschläge, die das Time Magazine am Ende der ersten 100 Tage angeprangerte, spätere Krisen erfolgreich zu meistern. So gestand Kennedy seinem Berater Arthur Schlesinger später, dass das Schweinebucht-Fiasko ihn davor bewahrte, in Laos einzumarschieren. Er verstand es später, delikate außenpolitische Angelegenheiten diplomatisch aber dennoch offensiv anzugehen. Innenpolitisch überraschte er seine Kritiker zum Beispiel mit der Bildung des President’s Committee on Equal Employment Opportunity am 6. März 1961, obwohl die Kennedy-Administration später überwiegend zurückhaltend auf die Bürgerrechtsbewegung reagieren würde. Auch wenn die Regierung anfangs von Rückschlägen gekennzeichnet war, so waren es laut Robert Kennedy Tage „[...] when we thought we were succeeding because of all the stories on how hard everybody was working.”

FA

»We observe today not a victory of party, but a celebration of freedom…«

Heute jährt sich die Amtseinführung John F. Kennedys zum 50. Mal. Kennedys Rede vor 50 Jahren hatte große Symbolkraft und ist mittlerweile Teil des US-amerikanischen und auch internationalen kollektiven Gedächtnisses. Nicht erst vom Kennedy-Biographen Robert Dallek wissen wir, dass eine mitreißende Amtseinführungsrede für Kennedy einer der wichtigsten Bausteine war, um seine Präsidentschaft prägend einzuläuten. Doch nicht nur seine Rede hatte große Symbolkraft, das gesamte Zeremoniell der Amtseinführung sollte den Übergang in eine neue Ära glanzvoll demonstrieren. Die Wahl im November hatte der neue Präsident nur mit einem Zehntel Prozent Vorsprung gewonnen, dies machte eine eindrucksvolle Amtseinführung umso wichtiger. Die Feierlichkeiten am 20. Januar 1961 sollten die nationale Hoffnung einer unsicheren amerikanischen Öffentlichkeit wieder aufbauen und ihr einen Präsidenten mit inspirierendem Führungsstil präsentieren. In der Nacht zuvor fielen 20 cm Schnee in Washington, D.C., und somit kamen bei einer Amtseinführung zum erstem Mal Flammenwerfer der Armee zum Einsatz, mit deren Hilfe 3.000 Soldaten den Schnee von der Pennsylvania Avenue wegschmolzen. Das US-amerikanische Fernsehen übertrug die Amtseinführung erstmalig live und in Farbe.

                                                          

»…the torch has been passed…«

 

Es ging Kennedy vor allem darum, einen starken Kontrast zu ziehen zwischen Vorgänger Eisenhower und seinem eigenen Versprechen einer erneuerten Herrschaft. Hierfür ordnete er unter anderem an, dass der traditionelle Zylinder zur verbindlichen Kleiderordnung der Tagesfeierlichkeiten gehörte. Damit ersetzte Kennedy den Homburg, ein Filzhut mit eingefasster Krempe, der vor allem von Geschäftsleuten getragen wurde. Eisenhower hatte ihn bei seiner ersten Amtseinführung 1953 getragen und somit den eigentlich traditionellen Zylinder abgelöst. Kennedy hob somit seine eigene Kontinuität mit der Tradition stärker hervor. Er war der letzte Präsident, der bei einer Amtseinführung einen Zylinder trug. Bei der eigentlichen Vereidigung und seiner Rede trug Kennedy jedoch seinen Zylinder nicht, wie er auch sonst eher selten Hut getragen hat. Um die Hutfrage bildeten sich einige Legenden, die besagen, dass Kennedy an eben diesem 20. Januar 1961 es zur Mode machte, ohne Hut zu gehen und damit auch die Hut-Industrie zerstörte (»Kennedy killed the hat industry«). Tatsächlich wurden Hüte Ende der 50er vor allem von der jüngeren Generation immer seltener getragen und Kennedy führte somit einen bereits vorhandenen Trend fort. Jackie Kennedy hatte bei der Wahl ihrer Kopfbedeckung an diesem Tag den größeren Einfluss. Sie trug einen Pillbox-Hut, welcher einen erheblichen Einfluss auf die Mode der 60er hatte.

Ohne Hut glänzte Kennedys braunes Haar bei der Vereidigungszeremonie umso mehr und es war ihm wichtig, sein jungendliches, gutes Aussehen in Szene zu setzen – auch dies ein Kontrast zu dem alternden Eisenhower. Er verkörperte somit eine neue und junge Generation von US-Amerikanern. Seine demonstrative Unempfindlichkeit gegen die Kälte und die sonnengebräunte Haut vermittelten ein Bild von Gesundheit. Zusammen mit seiner starken Stimme steigerte dies die inspirierende Kraft seiner Worte.

Die Rede an sich reflektierte vor allem die Atmosphäre des Kalten Krieges. Kennedy entschied sich ganz bewusst dafür, die Außenpolitik zu thematisieren. Der Kalte Krieg erzeugte zu jener Zeit erhebliche Angstgefühle. Auch wenn der Abstand der Russen im Raketenwettrüsten keinesfalls so sehr zu fürchten war wie es Kennedy in seiner Kampagne propagiert hatte, war es vor allem psychologisch wichtig, die stärkste nukleare Macht zu bleiben. Auch lies sich mit außenpolitischen Themen besser nationale Einheit anpreisen als mit einem innenpolitischen Fokus, der eher dazu neigt, politische Teilung zu provozieren. In Vorbereitung auf die Rede beauftragte Kennedy seinen Redenschreiber Ted Sorensen alle Inaugural Addresses zu lesen und vor allem Lincolns Gettysburg-Rede zu studieren. Für Sorensen lag die Kraft von Lincolns Rede vor allem in der Kürze der Sätze und Wörter. In der letzten Phase der Vorbereitung der Rede tauschte Kennedy die erste Person Singular gegen das Gemeinsamkeit stiftende »we«. Abgesehen von dem eigentlichen Amtseid verwendete er das persönliche Fürwort „I“ nur dreimal gegen Ende der Rede in Bezug auf seine eigene neue Verpflichtung. Der bekannteste Teil der Rede ist wohl der, in dem er an die Opferbereitschaft der amerikanischen Bürger für den Staat appelliert und sie auffordert, das nationale Interesse vor das persönliche zu stellen: »And so my fellow Americans, ask not what your country can do for you – ask what you can do for your country Dieser Gedanke tauchte bereits in abgewandelter Form in früheren Kennedy Reden auf. Im darauffolgenden Satz formulierte er die stilistische Antimetabole auch für ein Weltpublikum: »My fellow citizens of the world: ask not what America will do for you, but what together we can do for the freedom of man.«

 

»…those human rights to which this nation has always been committed, and to which we are committed today at home and around the world.«

 

Zwar wurden innenpolitische Ziele in der Rede nicht explizit thematisiert, doch hier baute Kennedy auf die visuelle Symbolik. Er lies die Afro-Amerikanerin Marian Anderson die Nationalhymne singen. Die Opernsängerin war bereits seit Ende der 30er Jahre in der Bürgerrechtsbewegung aktiv. Kennedy signalisierte hiermit die Bereitschaft, in Bürgerrechtsfragen etwas zu bewegen und differierte so von Eisenhowers Unbeweglichkeit in dieser Thematik.

 

»Together let us explore the stars, conquer the deserts, eradicate disease, tap the oceans depths, and encourage the arts and commerce.«

 

Zum ersten Mal war auch ein Dichter bei einer Amtseinführung auf dem Rednerpult vertreten. Im Vorfeld war Kennedy besorgt darüber, dass die Worte Robert Frosts seiner eigenen Rede den Glanz nehmen könnten. Man einigte sich daher darauf, dass Frost ein Gedicht vortrug. Hierfür verfasste er eigens das Gedicht »Dedication«. Geblendet von Sonne und Schnee jedoch konnte Frost sein Gedicht nicht lesen und trug auswendig eines seiner älteren Gedichte, das patriotische »The Gift Outright«, vor. Das Gedicht »Dedication« überreichte er später dem Präsidentenpaar und Jackie lies es als eines der ersten Dinge rahmen und im Oval Office aufhängen. Die Teilnahme eines Dichters an den Feierlichkeiten gilt als ein Symbol für das Wiederbeachtens von Männern von Geist und Erfindungskraft. Gerade diese Förderung der Künste durch die Kennedys übte eine besondere Anziehungskraft auf Intellektuelle und Akademiker aus.

Die Amtseinführung folgte eine vier Stunden lange Parade, bei der unter anderem auch eine Replika der PT 109 mit Überlebenden der Crew mitfuhr. Auf diesem Schnellboot hatte Kennedy im Zweiten Weltkrieg gedient und rettete nach einem japanischen Angriff die Überlebenden seiner Crew auf eine Insel. Die Zahl der Bälle, auf denen die Veranstaltung ausklang, war so hoch wie nie zuvor. Der neue Präsident und seine Gattin erschienen auf allen fünf.


CE

Richard Reeves. Portrait of Camelot: A Thousand Days in the Kennedy White House.

At first glance, “Portrait of Camelot” by Richard Reeves appears so be just another regular, yet appealing and intriguing, photo book with photographs of the Kennedy family during John F.’s brief, yet eventful time in the White House. At second glance, however, the reader is rewarded with personal insights into the relationship between the 35th President, his closest friends and relatives, and the power arising from important photographs depicting significant as well as regular, every-day moments on both private and public occasions.

Richard Reeves, author, columnist, and lecturer at the University of Southern California in Los Angeles, approaches the popular and well-known archive of (first ever official) White House photographer Cecil Stoughton by setting up a chronological outline of the presidency. Reeves follows the footsteps of John F. Kennedy, his wife, children, relatives, and friends from 1961 until 1963. Each chapter focuses on one of these years, with an extensive part on Cecil Stoughton himself at the end of the book. This part focuses on the photographer’s career in the White House as well as his influence on the overall perception of the Kennedy Family; which, even after more than 40 years, has not lost any of its appeal and fascination.

The book mainly draws from the extensive collection of Kennedy photos shot by Stoughton. Each of the photographs is accompanied by a brief text describing both the scene as well as its intention – one of the many interesting details provided is, for example, that JFK was willing to be photographed with certain people only if he would be seen from the back. Motifs range from meetings and conferences to family vacations and private moments both in Washington, D.C., as well as at the Kennedy residences in Hyannis Port as well as Florida.

Even though the book contains a relatively small amount of text, it seems as if the author has not paid the necessary attention to the written word – apparently for the sake of an exquisite selection of unique and impressive photographs. The very first page carries a rather obvious typo and the text itself continues in a somewhat bumpy way with at times clumsy and strange expressions. The highly subjective and sometimes even sensationalistic style furthermore does not seem to suit the author’s profile as a “political historian”. The facts given, however, are not necessarily untrue and, even though Reeves makes it very clear that the book’s focus is mainly on the appearance, glamour, style, and appeal of the Kennedy family rather than on the president’s politics, the overall impression of the wonderful visual material is slightly impaired by the comparatively low quality of the text.

The book comes with a DVD with rare film material. The viewer will be delighted with wonderfully moving and gorgeous scenes drawn from extensive material such as JFK playing with his children in the pool, Caroline and John, Jr., playing with animals on the family’s yacht “Honey Fitz” or the President in a sporty outfit playing golf. The material, however, does not come with the original audio track: joyous, diverting music has been added “for entertainment” (in the words of the author); which unfortunately is highly inappropriate. It is thus recommendable to enjoy the otherwise great material without the accompanying sound.

“A Portrait of Camelot” stays true to its title – it offers a large part of the stunning collection created by Cecil Stoughton along with wonderful film material – and, to be sure, these photographs are more meaningful and representative than any text could ever be.

MB

Udo Sautter: „Die Präsidenten der Vereinigten Staaten“

Wer schon seit längerem nach einer überschaubaren, faktenreichen und kompakten Übersicht der bisherigen Präsidenten der USA gesucht hat; ob als Nachschlagewerk für den privaten Gebrauch oder ergänzend für den Englisch- oder Geschichtsunterricht, wird mit „Die Präsidenten der Vereinigten Staate von Amerika“ von Udo Sautter das ideale Buch gefunden haben. Der chronologische Aufbau, in dem jedes Staatsoberhaupt einzeln behandelt wird, ebenso wie ein Personalregister und Fotografien bieten dem Leser eine Übersicht über die politische Landschaft der USA – beginnend mit George Washington über John F. Kennedy bis hin zu George W. Bush. Des Weiteren bietet der Autor anschauliche Erklärungen zu dem amerikanischen Wahlsystem und ermöglicht somit ein umfassendes Verständnis der politischen Geschichte der USA. Weitere Publikationen von Udo Sautter umfassen „Der amerikanische Bürgerkrieg – 1861-1865“, „Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika“ sowie „“Die Vereinigten Staaten. Daten, Fakten, Dokumente“.

„Die Präsidenten der Vereinigten Staate von Amerika“ erhalten Sie für den Sonderpreis von 7,95€ exklusiv im Museum THE KENNEDYS.

MB

Book review: “JFK: Day by Day”

“JFK: Day by Day”, written by Terry Golway and published by Les Krantz, is a detailed, meticulous and thoroughly arranged account of the presidency of John F. Kennedy. It closely follows and documents every single day John F. Kennedy spent as President of the United States of America – literally, as it says on the cover, “from inauguration to assassination”.

Terry Golway, a former member of the editorial board of the New York Times and former City Editor of the New York Observer, is currently the director of the John Kean Institute for American History at Kean University in Union, New Jersey. The historian, author, scholar, and columnist is also publisher of the book “Let Every Nation Know: JFK in His Own Words”, a collection of speeches delivered by the late president. Golway has furthermore appeared in several documentaries and is a frequent public speaker.

 “JFK: Day by Day” offers the reader a summary on each year of the Kennedy Presidency, as well as entries (short, however rich in detail) on each of the 1,036 days which can be found on the right side of each page, listed vertically. Days especially high in significance are elaborated on with a more extensive entry. Written in present tense and accompanied by a large number of photographs (both in color as well as black and white) from the White House Selection of the John F. Kennedy Presidential Library, the book vividly describes important events and major themes, giving the reader an impression of immediacy and actuality and offering a “re-living” of JFK’s presidency.

Each of the three chapters, one for every year, starts with a lengthy introductory section and summary of the events of the following 365 days. Major topics include Kennedy’s efforts to improve the domestic economy in 1961, the Cuban Missile Crisis in 1962, and the president’s historic visit to Berlin as well as his commitment to further reinforcement of civil rights in 1963. In addition to the descriptions of particular days, Golway also offers additional entries on certain issues, discussing both topics from the field of politics and public events as well as from the president’s and his family’s private lives. Among these highlighted themes are “Nuclear Peace” (focusing on the tense relationship with the Soviet Union), “Assessing JFK’s Legacy” (an entry on the significance of the abruptly ended presidency) as well as “Jackie as Minister of Culture” and “Loss of a Son” (an account of the miscarriage Jackie Kennedy experienced in August of 1963).

Golway’s seemingly neutral, yet slightly biased tone as well as his accessible style and diction are skilfully applied means to master the transition from political and governmental issues to trivia and private subjects during John F. Kennedy’s time at the White House. The reader will encounter an appealingly structured account of this remarkable presidency. Whether, however, the book keeps its promise to “Discover the truth behind the myths” (as quoted from back cover), may be left open to debate.

MB

Ted Sorensen Dies at Age 82

“Ask not what your country can do for you – ask what you can do for your country.” These words, spoken by President John F. Kennedy in his inaugural address in 1961, have earned fame and significance all over the world. Last Sunday, on October 31, the author of this line, Theodore C. Sorensen, died at the age of 82 of the results of a stroke he suffered a week earlier.

Next to being JFK´ s (favorite) speech writer, Ted Sorensen also fulfilled a number of additional functions in the White House between 1961 and 1963. Playing a crucial role in the solution of the Cuban Missile Crisis in the fall of 1962, Mr. Sorensen composed a letter to Khrushchev which had the vital appeasing effect. Mr. Sorensen furthermore advised the President, who he also happened to be a close friend and confidant of, on several other issues such as election tactics during his presidential campaign as well as, later on, foreign policy or national affairs issues. He was also an important contributor to “Profiles in Courage”, John F. Kennedy’s Pulitzer Prize-winning work published in 1955 – even though he constantly downplayed this fact.

Born in 1928 in Lincoln, Nebraska, Theodore Chaikin Sorensen, named after Theodore Roosevelt by his Republican father, arrived in Washington, D.C., in 1951 after graduating from the University of Nebraska. He was soon hired by John F. Kennedy, then-Senator of Massachusetts, fulfilling tasks such as speech-writing, creating legislative and other programs, and later actively supporting Jack during his campaign process, travelling from state to state. Just as it was for the rest of the world, President Kennedy’s assassination in November of 1963 was a devastating moment of shock for Mr. Sorensen: “It was a feeling of hopelessness, of anger, of bitterness. That there was nothing we could do. There was nothing I could do.”

Sorensen spent the next forty years of his life practicing law as well as advising influential leaders such as Nelson Mandela (South Africa) or Answar Sadat (Egypt). Mr. Sorensen was also active as a public speaker, writer, as well as mentor to the youth. Always true to the Democratic Party, Mr. Sorensen furthermore endorsed Barack Obama’s bid for the presidency in 2008 and also went on a campaign tour throughout the United States. His autobiography Counselor: A Life at the Edge of History, in which he elaborately describes his time at the side of John F. Kennedy, was released in 2008.

Ted Sorensen was far more than merely someone with an extraordinary ability for writing speeches rich in powerful rhetoric and poignant vocabulary. He also played a major role in an era which has compellingly shaped the history of the United States as well as the entire world. As Robert Kennedy once said, “If it was difficult, Ted Sorensen was brought in.” May future generations of world citizens always be aware of and honor his highly significant and grand legacy.

MB