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	<title>THE KENNEDYS</title>
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	<pubDate>Tue, 08 May 2012 11:50:50 +0000</pubDate>
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		<title>Justizminister Robert F. Kennedy und die Bürgerrechtsbewegung</title>
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		<pubDate>Tue, 08 May 2012 11:50:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thekennedys</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>

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		<description><![CDATA[ 

Als John F. Kennedy im Januar 1961 sein Amt als Präsident antrat, ernannte er seinen Bruder Robert zum Justizminister. Zu Beginn in der Presse als Vetternwirtschaft kritisiert, sollte diese Entscheidung prägenden Einfluss auf die Politik und das Handeln der Kennedy-Administration haben, insbesondere im Bezug auf das Verhältnis der Regierung zur amerikanischen Bürgerrechtsbewegung.
 
Robert F. [...]]]></description>
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<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Als John F. Kennedy im Januar 1961 sein Amt als Präsident antrat, ernannte er seinen Bruder Robert zum Justizminister. Zu Beginn in der Presse als Vetternwirtschaft kritisiert, sollte diese Entscheidung prägenden Einfluss auf die Politik und das Handeln der Kennedy-Administration haben, insbesondere im Bezug auf das Verhältnis der Regierung zur amerikanischen Bürgerrechtsbewegung.</p>
<p class="MsoNormal"><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--></p>
<p class="MsoNormal">Robert F. Kennedys erste Herausforderung im neuen Amt bot sich, als im Mai 1961 ein Bus der sogenannten <strong>Freedom Riders</strong><span style="normal;">, einer Gruppe von Demonstranten, die durch die segregierten Staaten im Süden der USA fuhren, um für ihre Bürgerrechte zu demonstrieren, in Brand gesteckt und viele Insassen verletzt wurden. Kennedy stand der Form des Protests der </span><strong>Freedom Riders </strong><span style="normal;">zu Beginn eher kritisch gegenüber, da er in ihm eine unnötige Provokation und mögliche Quelle der Eskalation sah<em>. </em></span>Für ihn zählte bei der Beurteilung der Lage als Justizminister jedoch zuallererst die Einhaltung des Gesetzes und jenes hatten die Demonstranten auf ihrer Seite. Kurz vor dem Zwischenfall<em> </em><span style="normal;">sagte Robert F. Kennedy in einer Rede an der Georgia Law School: »We will not stand by or be aloof. </span><span lang="EN-GB">We will move. I happen to believe that the 1954 Supreme Court school desegregation decision was right. But my belief does not matter. It is the law. Some of you may believe the decision was wrong. That does not matter. It is the law.« </span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-GB"><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--></span></p>
<p class="MsoNormal">Er ließ den Demonstranten Polizeischutz zur Seite stellen und sorgte dafür, dass diese sicher nach Montgomery, Alabama geleitet wurden. In der Stadt angekommen, verschwanden die Polizisten jedoch, und die Demonstranten sahen sich einem wütenden Mob ausgesetzt und wurden misshandelt. Als Martin Luther King danach eine Gedenkmesse für die Verletzten abhielt, drohte die Situation endgültig zu eskalieren. Nur das Eingreifen von 500 Bundespolizisten auf Kennedys Weisung konnte Blutvergießen verhindern.</p>
<p class="MsoNormal"><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--></p>
<p class="MsoNormal">Robert F. Kennedy war nach den Vorfällen in Alabama von dem Mut und Willen der Demonstranten beeindruckt. Nur um Aufmerksamkeit auf die ihnen entgegengebrachte Ungerechtigkeit zu lenken, setzten diese ihr Leben aufs Spiel<em>. </em><span style="normal;">Die Reaktionen der Befürworter der Rassentrennung auf die Proteste der Bürgerrechtsbewegung im Süden, waren in den folgenden Monaten von fortwährender Gewalt geprägt, und die Regierung antwortete mit verstärktem Einsatz der Bundespolizei, um zum einen das Durchsetzen der Rechte und zum anderen den Schutz der Demonstranten zu gewährleisten. Im Mai 1962 antwortete Robert F. Kennedy in einem Interview auf die Frage nach der wichtigsten Aufgabe seines Ressorts mit »Bürgerrechte«. Es bedurfte allerdings noch weiterer Impulse, um ihn von der Notwendigkeit eines umfassenderen Handelns zu überzeugen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--></p>
<p class="MsoNormal">Am 24. Mai 1963 lud Robert F. Kennedy Repräsentanten der afroamerikanischen Bürgerrechtsbewegung wie Harry Belafonte, Lena Horne oder James Baldwin zu einer Diskussion in sein Appartment. Die Abneigung und Enttäuschung, die ihm an diesem Abend entgegenschlug, verletzte Kennedy zutiefst. Er hatte geglaubt, dass die Politik der Regierung bei seinen Gästen wenn nicht auf Zustimmung, so doch auf Verständnis stoßen würde. Diese Annahme erwies sich als falsch. Nach diesem Abend setzte ein Umdenken bei ihm ein. Ob er einsah, dass die Bürgerrechtslage aus moralischen Gründen fundamental geändert werden müsse oder ob er eine politische Chance aufgrund der wachsenden Popularität der Bürgerrechtsbewegung sah, ist umstritten. Sicher ist, dass er im Folgenden eine zentrale Rolle spielte, seinen Bruder nachhaltig zu überzeugen, die Bürgerrechte zu einem Schwerpunkt seiner Agenda zu machen. Robert F. Kennedy ermutigte diesen gegen den Rat seiner übrigen Berater zu der jene Epoche bestimmenden Ansprache über die Bürgerrechte vom 11. Juni 1963, am selben Tag, an dem der Gouverneur Alabamas, George Wallace versuchte, zwei angehenden afroamerikanischen Studenten den Eintritt zur University of Alabama zu verweigern. Von nun an beschritt die Regierung einen neuen Kurs dessen Ziel es war, ein neues Bürgerrechtsgesetz zu verabschieden. Als im August 1963 Vertreter der Bürgerrechtsbewegung einen Marsch auf Washington planten, um ihrem Anliegen Ausdruck zu verleihen, war Robert F. Kennedy aus Angst vor einer Eskalation zuerst gegen eine derartige Massendemonstration. Er unterstützte den Marsch jedoch letztlich und damit auch die Veranstaltung, auf der Martin Luther King seine berühmte <strong>I have a Dream</strong><span style="normal;">-</span><strong>Rede</strong><span style="normal;"> hielt und sich für die Unterstützung der geplanten Kennedy-Gesetzgebung einsetzte. Dieser Tag wurde somit auch ein Erfolg für die Regierung. Robert F. Kennedys Verhältnis zu King war allerdings ambivalent. Zuvor hatte er auf Bestreben des omnipotenten FBI-Chefs J. Edgar Hoover, der einen Umgang Kings mit Kommunisten vermutete, eine begrenzte Abhöraktion gegen diesen erlaubt. Eine Entscheidung, die auf Kennedy in späteren Jahren noch negativ zurückfallen sollte.</span></p>
<p class="MsoNormal"><em><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--></em></p>
<p class="MsoNormal">Durch den gewaltsamen Tod John F. Kennedys im November 1963 fielen die Bürgerrechtsgesetze, die seine Regierung auf den Weg gebracht hatte schlussendlich in die Amtszeit Lyndon B. Johnsons und mündeten in dessen <strong>Great Society Program</strong><span style="normal;">. Bis zu seinem Verlassen der Regierung Johnsons im September 1964 hatte Robert F. Kennedy auch hier prägenden Einfluss auf die Gesetzgebung.</span></p>
<p class="MsoNormal"><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--></p>
<p class="MsoNormal">Im Rückblick legte Robert F. Kennedys Handeln im Ministerium das Fundament für seinen darauf folgenden intensiven Fokus auf den sozialen Ausgleich in seinem Amt als Senator von New York und seinen späteren Status als Hoffnungsträger der gesellschaftlichen Randgruppen. Hier begann seine Transformation vom dogmatischen Gesetzesverfechter zum Vordenker des Wandels, und der Auftakt für seine spätere Rezeption als <strong>Good Bobby</strong><span style="normal;"> im liberalen Amerika.</span></p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">MN</p>
<p><!--EndFragment--></p>
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		<title>Einmal Kuba und zurück: Das außenpolitische Krisenmanagement von John F. Kennedy</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Mar 2012 08:14:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thekennedys</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>

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		<description><![CDATA[ 
In der knapp 1000 Tage dauernden Amtszeit von John F. Kennedy ereigneten sich eine Reihe außenpolitischer Krisen, deren Bewältigung den Präsidenten kontinuierlich beschäftigte und die rückblickend zu den prägendsten Ereignissen seiner Präsidentschaft gehörten. Von der „Invasion in der Schweinebucht“ am 17. April 1961, kurz nach seinem Amtsantritt, bis zu den viel zitierten und schicksalhaften [...]]]></description>
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<p class="MsoNormal" style="150%;">In der knapp 1000 Tage dauernden Amtszeit von John F. Kennedy ereigneten sich eine Reihe außenpolitischer Krisen, deren Bewältigung den Präsidenten kontinuierlich beschäftigte und die rückblickend zu den prägendsten Ereignissen seiner Präsidentschaft gehörten. Von der „Invasion in der Schweinebucht“ am 17. April 1961, kurz nach seinem Amtsantritt, bis zu den viel zitierten und schicksalhaften 13 Tagen der Kubakrise im Oktober 1962 – Kennedy musste sein <span style="-0.1pt;">Führungs- und Entscheidungsvermögen früh unter Beweis stellen</span>. <span style="-0.2pt;">Wie er sein Beraterteam in die Entscheidungsfindung einband </span>unterschied sich dabei signifikant vom seinem Vorgänger Dwight D. Eisenhower. Eine Betrachtung seines auch als <em>Collegial Model </em><span style="normal;">bezeichneten Führungsmusters zeigt, wie Kennedy sich das schwierige außenpolitische Terrain erschloss. <span style="-0.1pt;">Die Bewältigung der Kubakrise, dem wohl dramatischsten Moment des Kalten Kriegs, mit der unmittelbaren Gefahr eines nuklearen Konflikts, sollte dann zu einem der Schlüsselmomente für Kennedys Führungsstil werden.</span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="justify;"><span style="-0.1pt;"><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--></span></p>
<p class="MsoNormal" style="150%;"><span style="-0.1pt;">Kennedys erste außenpolitische Bewährungsprobe, die „Invasion in der Schweinebucht“, war ein politisches und militärisches Desaster, das Kennedy sehr beschäftigte und für ihn auch zur Handlungsmaxime wurde: „Es wird nie wieder ein zweites Kuba geben.“ Das Scheitern eines politischen Wechsels auf Kuba, bei dem Fidel Castro mit Hilfe einer von den USA unterstützen </span><span style="-0.2pt;">Anlandung militärisch ausgebildeter Exilkubaner gestürzt werden sollte, kann unter anderem auf eine vorschnelle und unzureichend vorbereitete Entscheidung zur Invasion zurückgeführt werden. Dabei gingen die konkreten Planungen, über die Kennedy und sein Team zu diesem Zeitpunkt nicht vollständig informiert waren, noch auf Eisenhower zurück. Die „heiße Kartoffel“ Kuba erforderte jedoch ein zügiges Handeln, so dass Kennedy ohne Kenntnis aller verfügbaren Fakten entscheiden musste.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="justify;"><span style="-0.2pt;"><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--></span></p>
<p class="MsoNormal" style="150%;"><span style="-0.2pt;">Auch hatte Kennedy auf eine rasche Implementierung eines auf Meinungsaustausch unter seinen Beratern angelegten und dabei von ihm moderierten Prozesses gedrungen, der bei Fragen von außenpolitischer Relevanz angewandt werden sollte. Dies bedeutete einen direkten Bruch mit dem von Eisenhower bevorzugten System, das auf einer hierarchischen Entscheidungspyramide basierte an deren Spitze Eisenhower selbst stand – er musste lediglich aus bereits ausgearbeiteten Handlungsoptionen auswählen. Die Ablösung dieses <em>Formalistic Model</em></span><span style="-0.2pt;"> durch eine praktikable Alternative brauchte Zeit, die Kennedy damals nicht hatte. Im Vergleich zu Eisenhower lässt sich Kennedys Modell<span> </span>mit einem Rad vergleichen, bei dem Kennedy die Nabe und seiner Berater die Streben darstellen, wobei letztere wieder untereinander verbunden sind. Ein Austarieren dieses Systems erfordert viel Kommunikation und den direkten Einbezug des Präsidenten, um eine dynamische und kollegiale Atmosphäre zu erreichen. Solch eine fehlende Feinjustierung manifestierte sich im Fall der „Invasion in der Schweinebucht“ in einem Gruppendenken, d.h. es bildete sich unter allen Beteiligten eine stille Übereinkunft über das weitere Vorgehen heraus. Alternative Lösungen wurden so nicht eingebracht oder erörtert. Dies geschah aus Scheu oder weil teilweise falsche Vermutungen über die Meinung der anderen angestellt wurden, so dass Kennedy letztlich nicht anders konnte, als der breiten Mehrheitsmeinung zu folgen.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="justify;"><span style="-0.2pt;"><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--></span></p>
<p class="MsoNormal" style="150%;"><span style="-0.2pt;">Für den „perfekten Fehlschlag“ der Invasion übernahm Kennedy die Verantwortung, nicht aber ohne eine Arbeitsgruppe zur gründlichen Aufarbeitung des Entscheidungsprozesses einzusetzen. Unter der Leitung von General Maxwell Taylor erarbeitete diese Vorschläge, die Kennedy sofort umsetzen sollte: Fortan behandelte er seine Berater als Generalisten und nicht als Vertreter einer bestimmten Behörde oder eines Ministeriums, er verpflichtete alle seine Berater zum Teamwork und machte sie für Entscheidungen gemeinsam verantwortlich, er wählte seinen Bruder Robert und seinen engen Berater und Redenschreiber, Theodore Sorensen, als Wachhunde aus, welche die Debatte am kochen halten sollten, und er schuf das Protokoll beim Meinungsaustausch ab, d.h. Informalität und Unkonventionalität wurden groß geschrieben. Im persönlichen Umgang mit seinem Beraterteam, das er ausschließlich nach dem Prinzip von „die Besten und die Klügsten“ hatte zusammenstellen lassen, zeigte er nun eine Managerqualität, die seine ursprüngliche Idee der Entscheidungsfindung </span>zum Leben erweckte. Kennedy machte darum deutlich, dass er jederzeit ansprechbar und zugänglich sei. Einer seiner<span style="-0.2pt;"> Minister wurde wie folgt zitiert: „Wenn es etwas Wichtiges gibt, zögere ich nicht, ihn anzurufen – sogar in der Nacht oder am Sonntag.“ Ob es um persönliche Eitelkeiten, das Verteilen von Lob und Tadel oder einen respektvollen Umgang miteinander ging, Kennedy schuf eine offene und ausgeglichene Atmosphäre. Dies unterscheidet ihn von Franklin D. Roosevelt, der mit seinem <em>Competetive Model</em></span><span style="-0.2pt;"> gegenseitige Konkurrenz und Rivalität förderte, um daraus, unter hohem persönlichen Einsatz, die besten Ideen abzuschöpfen.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="justify;"><span style="-0.2pt;"><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--></span></p>
<p class="MsoNormal" style="150%;"><span style="-0.2pt;">Zum Zeitpunkt der „Cuban Missile Crisis“ hatte sich Kennedys <em>Collegial Model</em></span><span style="-0.2pt;"> eingespielt und trug entscheidend dazu bei, die Gefahr einer Eskalation zu entschärfen. Nach der Stationierung sowjetischer Langstreckenraketen auf Kuba folgten intensive Beratungen, die letztlich in einem Kompromiss mündeten, der beiden Seiten erlaubte ihr Gesicht zu waren. Eine Seeblockade Kubas sowie der gleichzeitige Abzug amerikanischer Jupiter-Raketen aus Italien und der Türkei stellten das strategische Gleichgewicht wieder her. Das von Kennedy kreierte „ExComm“, ein geheimer Ausschuss von Beratern, nahm bei der Entscheidungsfindung die Schlüsselrolle ein. Hier wurde die Lage aus verschiedensten Blickwinkeln betrachtet und kontrovers diskutiert. Kennedy selbst bewegte sich als neutraler Mittler zwischen den involvierten Parteien und sollte am Ende seine ursprüngliche Position </span><span style="-0.3pt;">– die eines gezielten Luftschlags gegen die Raketenstellungen – zu Gunsten eines</span><span style="-0.2pt;"> moderateren und letztlich erfolgreichen Vorgehens aufgeben. Für sein Krisenmanagement erfuhr Kennedy später viel Lob und Anerkennung. Dabei erntete der Präsident die Früchte eines zweijährigen Lernprozesses, während dessen er effektive Entscheidungsstrukturen etablierte und so seine außenpolitischen Vorstellungen umsetzte. Passenderweise steht Kuba sowohl am Anfang als auch an einem vorläufigen Ende dieser Entwicklung. Falls aber die Reihenfolge der Ereignisse umgekehrt gewesen wäre, hätte das Ergebnis eine Katastrophe bedeuten können.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="150%;"><span style="-0.3pt;"><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--></span></p>
<p class="MsoNormal" style="150%;"><span style="-0.3pt;">Die drei unterschiedlichen Entscheidungsfindungs-Modelle wurden von dem Politikwissenschaftler Alexander L. George rückblickend entwickelt und den einzelnen Präsidenten zugeordnet.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="150%;">
<p class="MsoNormal" style="150%;">HCA</p>
<p><!--EndFragment--></p>
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		<title>More than just a Fashion Icon - Der politische Einfluss Jackie Kennedys</title>
		<link>http://www.thekennedys.de/blog/2012/03/more-then-just-a-fashion-icon-der-politische-einfluss-jackie-kennedys/</link>
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		<pubDate>Mon, 05 Mar 2012 09:34:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thekennedys</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>

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		<description><![CDATA[ “JFK turned to his wife for advice whenever a crisis arose: the Berlin Wall, the Cuban Missiles, the Bay of Pigs. . . . She wouldn&#8217;t advise his staff, she would advise him - that&#8217;s why nobody knew about it.&#8221; [Maj. Gen. Chester Clifton]
 
Jacqueline Bouvier Kennedy ist den meisten damals wie heute wohl [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="justify;"><!--[if gte mso 9]&gt;  Normal 0 0 1 763 4353 36 8 5345 11.1539     &lt;![endif]--><!--[if gte mso 9]&gt;  0   21 0 0   &lt;![endif]--> <!--StartFragment--><span lang="EN-GB"><em>“JFK turned to his wife for advice whenever a crisis arose: the Berlin Wall, the Cuban Missiles, the Bay of Pigs. . . . She wouldn&#8217;t advise his staff, she would advise him - that&#8217;s why nobody knew about it.&#8221; </em></span><span style="9pt;" lang="EN-GB">[Maj. Gen. Chester Clifton]</span></p>
<p class="MsoNormal" style="justify;"><span lang="EN-GB"><em><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--></em></span></p>
<p class="MsoNormal" style="150%;">Jacqueline Bouvier Kennedy ist den meisten damals wie heute wohl vor allem wegen ihres Stilbewusstseins bekannt. Man erinnert sich an ihr groß angelegtes Projekt zur „Redecoration“ des Weißen Hauses oder die abendlichen, musikalischen Veranstaltungen und Dinner dort sowie ihre Unterstützung verschiedener Wohltätigkeitsorganisationen. Immer gut gekleidet, offen und freundlich gab sie die perfekte „First Lady“. Der Öffentlichkeit verborgen blieb jedoch, dass Mrs. Kennedy, wie sie bevorzugte genannt zu werden, auch „in der Diplomatie und sogar in der Politik eine prominente Rolle spielte.“ Ihre sehr zurückgenommene, öffentliche Selbstdarstellung und die subtile Art ihres politischen Wirkens ließen viele glauben, dass sie an den politischen Aktivitäten ihres Mannes kein Interesse hatte, wohl auch unterstützt durch ihre Aussage zuallererst Mutter und Ehefrau zu sein. So sah sie es als ihre Aufgabe ihrem Mann, der abends nicht auch noch über politische Themen sprechen wollte, vor allem Abwechslung zum stressigen Alltag zu bieten. Tatsächlich übte Jackie jedoch einen großen Einfluss auf das diplomatische Protokoll und die Außenpolitik John F. Kennedys aus. Ihre Überzeugung &#8220;presidents&#8217; wives have an obligation to contribute something&#8221; bezog sich auch auf das Politische. Daran soll hier erinnert werden.</p>
<p class="MsoNormal" style="150%;">Jackie Kennedy war oft in den Kongressräumen zu finden. Sie war nicht nur über die neusten Nachrichten unterrichtet, beispielsweise den wöchentlichen Bericht der CIA, sondern auch bei Gesprächen mit dem inneren Kreis des Präsidenten anwesend, wie etwa während der Kubakrise 1962. Als Dank für die Unterstützung seiner Frau während dieser Zeit schenkte Kennedy auch ihr einen der silbernen Kalender, den er seinen engsten politischen Vertrauten und Helfern nach den Ereignissen überreichte und in dem die dreizehn Tage im Oktober 1962 markiert waren.</p>
<p class="MsoNormal" style="150%;">Ihre Meinung zum Civil Rights Movement machte Jackie deutlich, indem der Kindergarten, den sie für Tochter Caroline gründete, „racially integrated“ war. Ihr besonderes Interesse galt jedoch außenpolitischen Themen. So war es ihrem Drängen zu verdanken, dass Verteidigungsminister Robert McNamara Hilfsmittel in das von Erdbeben heimgesuchte Italien schickte. Mit ihrem persönlichen Einsatz und Überzeugungswillen brachte sie außerdem den Kongressabgeordneten John Rooney dazu, 10 Millionen Dollar für die Rettung der ägyptischen Pyramiden bei Abu Simbel bereitzustellen.<span class="MsoFootnoteReference"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="150%;">Ihr größter politischer Einfluss kam aber bei Auslandsbesuchen zutage. So unterstützten ihre Freundschaften mit verschiedenen Regierungschefs die amerikanischen Beziehungen zu diesen Ländern, unter anderem Frankreich, Indien, Pakistan oder England.</p>
<p class="MsoNormal" style="150%;">Der Präsident wusste über den Einfluss seiner Frau und schätzte ihre Hilfe besonders in Ländern, die er beispielsweise aus zeitlichen Gründen nicht selbst besuchen konnte. Auf Jackie Kennedys „Goodwill Tour“ durch Indien und Pakistan 1962 begeisterte sie nicht nur, wie schon zuvor in Kanada und später in Südamerika, die Menschenmassen auch dank ihrer hervorragenden Sprachkenntnisse, sondern auch Indiens Premierminister Nehru. Dessen Beziehung zu John F. Kennedy war bei einem vorherigen USA-Besuch eher kühl gewesen. So half sie ihrem Mann in seinem Interesse Indien zu unterstützen und den Bund zwischen Ost und West zu stärken.</p>
<p class="MsoNormal" style="150%;">Einen ebensolchen positiven Einfluss übte sie auch auf Charles de Gaulle und Nikita Chruschtschow bei Besuchen der Kennedys 1961 in Frankreich und Russland aus. Durch ihre Französischkenntnisse und ihr Wissen über die französische Kultur fungierte sie nicht nur als Dolmetscher zwischen de Gaulle und ihrem Mann, sondern überzeugte den Staatschef auch, ihr das wohl berühmteste Gemälde der Welt - die „Mona Lisa“ - als Leihgabe zur Verfügung zu stellen. Mit Chruschtschow hatte sie ebenfalls ein besseres Verhältnis als der Präsident und schrieb ihm noch nach JFKs Tod einen langen persönlichen Brief, in dem sie ihn um die Weiterführung des von der Sowjetunion und der USA eingeschlagenen politischen Weges bat. Ihre Beliebtheit, die exzellenten zwischenmenschlichen Fähigkeiten und ihr Sinn für den richtigen Ton in schriftliche Nachrichten wurden so oft zu Brücken der Verständigung, die über eventuelle politische Differenzen hinwegreichen konnten.</p>
<p class="MsoNormal" style="150%;">Dass ihre politischen Fähigkeiten in Regierungskreisen nicht unbekannt waren, zeigte sich auch, als Lyndon B. Johnson ihr später, nach Kennedys Tod und seiner Vereidigung zum Präsidenten der Vereinigten Staaten, Botschafterposten in Frankreich und Mexico anbot.</p>
<p class="MsoNormal" style="150%;">Eine der Sekretärinnen des Weißen Hauses, Letitia Baldrige, bemerkte später, dass das Unwissen über Mrs. Kennedys politischen Einfluss wahrscheinlich das „größte Versäumnis“ bei der Imagedarstellung der First Lady in der Öffentlichkeit war. Um ein umfassenderes Bild über die Person zu erhalten, die Jacqueline Kennedy war, ist es wichtig, sich auch ihrer politischen Seite und ihres politischen Bewusstseins zu vergewissern.</p>
<p class="MsoNormal" style="150%;">
<p class="MsoNormal" style="150%;">IP</p>
<p><!--EndFragment--></p>
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		<title>Die mediale Inszenierung der Kennedy-Familie</title>
		<link>http://www.thekennedys.de/blog/2012/02/die-mediale-inszenierung-der-kennedy-familie/</link>
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		<pubDate>Fri, 24 Feb 2012 12:03:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thekennedys</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>

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		<description><![CDATA[ 
Als John F. Kennedy 1961 zum 35. US-amerikanischen Präsidenten gewählt wurde, war er nicht nur der erste Katholik im Amt, sondern auch der bis heute jüngste Staatsdiener der Vereinigten Staaten. Kennedy und seine Frau Jackie werden bis heute von vielen Menschen als sehr attraktiv und glamourös wahrgenommen, sodass man verbreitet von der „First Family,“ [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!--[if gte mso 9]&gt;  Normal 0 0 1 619 3530 29 7 4335 11.1539     &lt;![endif]--><!--[if gte mso 9]&gt;  0   21 0 0   &lt;![endif]--> <!--StartFragment--></p>
<p class="MsoNormal" style="12pt;">Als John F. Kennedy 1961 zum 35. US-amerikanischen Präsidenten gewählt wurde, war er nicht nur der erste Katholik im Amt, sondern auch der bis heute jüngste Staatsdiener der Vereinigten Staaten. Kennedy und seine Frau Jackie werden bis heute von vielen Menschen als sehr attraktiv und glamourös wahrgenommen, sodass man verbreitet von der „First Family,“ der ersten „königlichen Familie“ Amerikas spricht.</p>
<p class="MsoNormal" style="12pt;">Spätestens mit dem Amtsantritt Kennedys stand die Familie unter permanenter Beobachtung der Medien. Früh hat die Familie nicht nur gelernt, mit ihnen umzugehen, sondern sie auch zu ihren Gunsten zu nutzen. Um ein möglichst harmonisches und perfektes Bild zu zeichnen, wurde auf die professionelle öffentliche Inszenierung der Familie viel Wert gelegt. So wusste John F. Kennedy, wie kein anderer Präsident zuvor, die Medien gewinnbringend für sich zu nutzen. Es ist daher nicht verwunderlich, dass er und seine Frau bis in die Gegenwart zu den meist photographierten Präsidentenpaaren der amerikanischen Geschichte gehören.</p>
<p class="MsoNormal" style="12pt;">John F. Kennedys Vater war nicht nur einer der einflussreichsten Männer der Stadt Boston, sondern auch der gesamten USA. Er verfolgte mit viel Ehrgeiz und beträchtlichem finanziellen Aufwand das Ziel, einen seiner Söhne zum Präsidenten der Vereinigten Staaten werden zu lassen. Nachdem Joseph Jr. im Zweiten Weltkrieg ums Leben kam, wurde der zweitgeborene John der Hoffnungsträger der Familie.</p>
<p class="MsoNormal" style="12pt;">Von Vorteil für den jungen Kennedy war vor allem die Freundschaft seines Vaters mit dem Verleger Henry R. Luce, dem Herausgeber des <em>Time Magazine</em><span style="normal;"> und des </span><em>Life Magazine</em><span style="normal;">. Luce zeigte Jack und Jackie auf nahezu 20 Titelseiten seiner Zeitschriften. Das amerikanische Volk konnte somit John F. Kennedy auf seinem politischen Werdegang von Anfang an visuell begleiten.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="12pt;">Als sich John F. Kennedy 1960 als Präsidentschaftskandidat aufstellen ließ, war wohl niemandem bewusst, dass dies eine der interessantesten Wahlen in der Geschichte der USA werden würde. Spannungsreiche Höhepunkte des Wahlkampfes waren die ersten Fernsehdebatten der amerikanischen Geschichte. Der Demokrat Kennedy triumphierte in allen vier Debatten durch seinen jugendlichen Charme, sein souveränes Auftreten und seine außergewöhnliche mediale Erfahrung gegenüber dem Kandidaten der Republikaner. Richard Nixon wirkte nervös, schwitze unter dem Scheinwerferlicht und wirkte unbeholfen, was letztendlich erhebliche Auswirkungen auf seine Umfrageergebnisse hatte. „Wähler, die die Diskussion zwischen Kennedy und Nixon im Radio verfolgt hatten, hielten Nixon für den Gewinner, für die weitaus größere Zahl von Fernsehzuschauern war Kennedy der Sieger.“ Folglich wurde Kennedy in der Fachliteratur als der erste „Fernseh-Präsident“ bezeichnet.</p>
<p class="MsoNormal" style="12pt;">John F. Kennedy und seine Frau Jackie waren stets darauf bedacht, sich der Presse als glückliche und junge Familie zu präsentieren. Es gibt nur sehr selten authentische, geschweige denn spontane Aufnahmen des Paares und seiner Kinder. Beinahe jedes Photo, auch wenn es nicht gestellt wirken mag, ist Teil einer Inszenierung, die das Paar harmonisch, gefestigt und perfekt erscheinen lassen sollte.</p>
<p class="MsoNormal" style="12pt;">Cecil Stoughton war der erste offizielle Photograph des Weißen Hauses. Während Kennedys 1000 Tagen im Amt sind mehr als 3000 Photoaufnahmen des Präsidenten und seiner Familie entstanden. Die Inszenierung der Familie ermöglichte es den Wählern, sich mit ihr zu identifizieren, die eigenen Wünsche und Hoffnung auf sie zu projizieren. Dem Betrachter sollte der Eindruck vermittelt werden, einen Einblick in das private Photoalbum des Präsidenten werfen zu können.</p>
<p class="MsoNormal" style="12pt;">Weltberühmt sind die Aufnahmen Stoughtons, die den Präsidenten im Büro zeigen, während er mit seinen Kindern spielt. Diese Bilder wurden nur wenige Tage nach seinem plötzlichen Tod veröffentlicht und sind den Menschen bis heute im Gedächtnis geblieben.</p>
<p class="MsoNormal">Die mediale Inszenierung einer glücklichen Familie diente nicht nur dazu, den Bürgern zu zeigen, dass sie mit John F. Kennedy einen glamourösen, tatkräftigen und jugendlichen Präsidenten hatten, sondern ihnen sollte zudem vermittelt werden, dass er einer der ihren war. Die umfangreiche Präsenz der Familie im Fernsehen und in den Print-Medien hat dazu beigetragen, dass dieses Image bis heute, Jahrzehnte nach Kennedys Tod, besteht.</p>
<p class="MsoNormal">VD</p>
<p><!--EndFragment--></p>
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		<title>Der Mythos Kennedy</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 12:44:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thekennedys</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>

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		<description><![CDATA[ 
&#8220;Jetzt denke ich [Jacqueline Kennedy], dass ich es hätte wissen müssen, dass er [John F. Kennedy] durch und durch magisch war. Ich ahnte es - aber ich hätte mir denken sollen, dass es zu viel verlangt ist mit einem solchen Mann alt zu werden.&#8221; 
 
Eine Woche ­nachdem Präsident John F. Kennedy in Dallas [...]]]></description>
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<p class="MsoNormal" style="150%;">&#8220;Jetzt denke ich [Jacqueline Kennedy], dass ich es hätte wissen müssen, dass er [John F. Kennedy] durch und durch magisch war. Ich ahnte es - aber ich hätte mir denken sollen, dass es zu viel verlangt ist mit einem solchen Mann alt zu werden.&#8221;<span class="MsoFootnoteReference"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="150%;"><strong><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="150%;">Eine Woche ­nachdem Präsident John F. Kennedy in Dallas <span style="black;">erschossen worden war, ließ sich seine Frau, Jacqueline Kennedy, vom LIFE Magazine</span><span style="black;"> interviewen. Da der Präsident durch seinen plötzlichen Tod keine Chance gehabt hatte</span>, sich wie andere Präsidenten vor ihm, in Büchern, Artikeln oder öffentlichen Stellungnahmen zu rechtfertigen, fühlte Jackie sich verpflichtet, ihn in der Öffentlichkeit und gegenüber Historikern ins rechte Licht zu rücken.<span style="underline;"> </span>Denn viele der großen Hoffnungen, die das amerikanische Volk in den 35. Präsidenten der Vereinigten Staaten gesetzt hatte, konnten innerhalb seiner 1.000 Tage im Amt nicht erfüllt werden. Jacqueline befürchtete, dass die Presse dies ausnutzen würde, um zu versuchen, seine Präsidentschaft herabzusetzen.</p>
<p class="MsoNormal" style="150%;">Im Jahr 1963 hatte das LIFE Magazine<span style="normal;"><em> </em>etwa sieben Millionen Leser und somit einen großen Einfluss auf die öffentliche Meinung. Sich dessen bewusst, versuchte Jackie die Berichterstattung und wie sie sagte, die „Geschichtsschreibung“ so zu kontrollieren, <span style="black;">dass</span> das Erbe ihres Mannes nicht durch Journalisten und Historiker, die ihm gegenüber missgünstig eingestellt waren, entwürdigt würde. Deswegen wollte sie, dass der Journalist <span style="black;">und alte Familienfreund</span> Theodor H. White das Interview mit ihr führt, um John F. Kennedy „vor all den verbitterten Menschen“ zu retten, die in Zukunft über ihn schreiben und mit ihm abrechnen würden. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="150%;">So bestellte ihn die von Trauer gezeichnete Präsidentengattin am 29. November des Jahres 1963 nach Hyannis Port, um sich von ihm zum Attentat auf ihren Mann befragen zu lassen. Sie erzählte ihm, wie sie und Jack manchmal vor dem Schlafengehen den Soundtrack zum Broadway Musical „Camelot“ aufgelegt hatten und wie vor allem die letzten Zeilen des letzten Liedes einen besonderen Zauber auf den Präsidenten ausübten. <span lang="EN-GB">„Don’t let it be forgot, that once there was a spot, for one brief shining moment that was known as Camelot.”</span></p>
<p class="MsoNormal" style="150%;">Wie in der Sage war Camelot das Königreich der Guten und sein Herrscher, König Artus, aufgrund seines Edelmuts beim Volke sehr beliebt. Wie er verzauberte auch das Präsidentenpaar die Menschen auf der ganzen Welt mit ihrem Charme und mit ihrer Ausstrahlung. Die Sage um Camelot und der damit einhergehende Artus Mythos suggerieren aber immer auch den Glauben des Volkes an die Wiederkehr bzw. die Auferstehung ihres Königs und die Wiederaufnahme seiner Herrschaft. Diese Symbolik kann folgerichtig nicht nur auf John F. Kennedy, sondern auf die gesamte Familie angewendet werden.</p>
<p class="MsoNormal" style="150%;">Am Ende des Interviews stellte Jackie Kennedy fest, dass Amerika in Zukunft bestimmt wieder großartige Präsidenten haben werde, aber nie wieder ein<em> </em><span style="normal;">„Camelot“.</span><em> </em><span style="normal;" lang="EN-GB">„There’ll be great Presidents again […] but there’ll never be another Camelot again.“</span><span lang="EN-GB"><em> </em></span>Mit dieser Aussage stilisierte Jackie die Regierungszeit ihres Mannes zum „glanzvollen<span style="#ff6600;"> </span>Moment Amerikas“. Seine Amtszeit war vielleicht kurz gewesen, aber dennoch hatte sie etwas Zauberhaftes innegehabt und war deswegen nicht weniger maßgebend als die anderer Präsidenten.</p>
<p class="MsoNormal" style="150%;">Das amerikanische Volk hatte durch den Kalten Krieg und seinen ungewissen Ausgang, dem Vietnam Krieg, der Kubakrise und nicht zuletzt auch durch die Ermordung ihres Präsidenten viel zu verkraften. Demnach wollte Jackie dieser traurigen Gegenwart den Glanz der alten Zeiten und der ruhmreichen Ritter einhauchen, indem sie den Camelot Mythos wieder zum Leben erweckte. Sie versuchte, der scheinbar sinnlosen Ermordung ihres Mannes durch die Mythologisierung einen Sinn zu geben.<em> </em><span style="normal;">Deshalb nutzten Jackie und der jüngere Bruder des Präsidenten, Bobby Kennedy, den traurigen Anlass der Beerdigung JFKs, um den „Mythos Kennedy“ weiter zu schüren. Angelehnt an die Beerdigungszeremonie Abraham Lincolns, der erste Präsident, der einem Attentat zum Opfer gefallen war, wurde Kennedy auf dem gleichen Katafalk aufgebahrt und ein gesatteltes, reiterloses Pferd folgte, wie schon zuvor bei Lincoln, dem Sarg im Trommelgeleit. Die Reiterstiefel, die verkehrt herum in den Steigbügeln steckten, symbolisierten den gefallenen und verlorenen Reiter, der nicht mehr zurückkehren würde. <span style="black;">Die gesamte Inszenierung sollte darauf hinweisen, dass es sich auch bei Kennedy um die Beerdigung eines Helden und Märtyrer handeln musste. </span>Dieser Mythos lebt bis heute weiter. Der Bann, der von der Kennedy-Familie ausgeht, ist ungebrochen. Wie schon König Artus und seine Tafelrunde, übt auch sie eine immer währende Faszination auf die Menschen aus. Jacquelines Intention, das Vermächtnis ihres Mannes sicherzustellen, damit er als eine Legende in die amerikanische Geschichte eingeht, ist geglückt. Und doch stellt sie am Ende traurig fest: „Jetzt ist er also eine Legende, obwohl er viel lieber ein Mensch geblieben wäre.“</span></p>
<p class="MsoNormal" style="150%;">
<p class="MsoNormal" style="150%;">SG</p>
<p class="MsoNormal"><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--></p>
<p><!--EndFragment--></p>
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		<title>JKF und das Space Race</title>
		<link>http://www.thekennedys.de/blog/2011/12/jkf-und-das-space-race/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Dec 2011 11:07:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thekennedys</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>

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		<description><![CDATA[ 
Inmitten des Kalten Kriegs ergab sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen von Amerikanern und Sowjets in der Weltraumfahrt, das sogenannte space race. Am 4. Oktober 1957 ging ein „Sputnik-Schock“ um in der westlichen Welt, sagen die Geschichtsbücher. Damals beförderten die Sowjets den ersten Satelliten der Menschheitsgeschichte in seine Erdumlaufbahn. Das erschütterte allerdings nicht nur westliche, allen voran [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!--[if gte mso 9]&gt;  Normal 0 0 1 671 3825 31 7 4697 11.1539     &lt;![endif]--><!--[if gte mso 9]&gt;  0   21 0 0   &lt;![endif]--> <!--StartFragment--></p>
<p style="left;">Inmitten des Kalten Kriegs ergab sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen von Amerikanern und Sowjets in der Weltraumfahrt, das sogenannte <em>space race</em><span style="normal;"><em>.</em> Am 4. Oktober 1957 ging ein „Sputnik-Schock“ um in der westlichen Welt, sagen die Geschichtsbücher. Damals beförderten die Sowjets den ersten Satelliten der Menschheitsgeschichte in seine Erdumlaufbahn. Das erschütterte allerdings nicht nur westliche, allen voran amerikanische, Selbstwahrnehmung. Die Sputnik-Zündung sorgte in den Vereinigten Staaten nicht allein dadurch für Furore, dass sie den Stolz einer Nation kränkte, die sich traditionell in globaler Führungsrolle sieht. Es waren die eher handfesten Implikationen des </span><em>space race</em><span style="normal;">, die John F. Kennedy dazu bewegten, seine Agenda anzupassen. Tatsächlich avancierte die Raumfahrt zu einem seiner wichtigen politischen Anliegen. Rhetorisch ließ sich die </span><em>New Frontier </em><span style="normal;">(neue Grenze), Leitmotiv des Kennedy-Programms, bereitwillig ins All verlegen. Dem Vorreiter in dieser neuen Disziplin, so sah es der Präsident, winkten vielfältige, genauer: „politische, wirtschaftliche und technologische Vorteile“. Was das Technologische betrifft, dachte Kennedy, würden mehr Zeit und Geld für die Raumfahrt den günstigen Nebeneffekt fortschreitender Satelliten- und Kommunikationstechnik mit sich bringen. Wirtschaftlich gesehen versprach ein spendierfreudiger Einstieg in das </span><em>space race</em><em> </em><span style="normal;">neue Arbeitsplätze.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="left;"><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--></p>
<p class="MsoNormal" style="left;">Bei den „politischen Vorteilen“ schwebte Kennedy dann doch die internationale Imagefrage vor. Was wir vielleicht leichtfertig als Eitelkeit abtun möchten, war in Zeiten des Kalten Krieges ein ernstzunehmendes Problem. Jede Erfolgsstory, die es bis auf die Bühne der Weltöffentlichkeit schaffte, schrieb sich ein in den ideologischen Krieg der zwei Blöcke. Ein vermeintlich unpolitisches Sportereignis etwa verstand man entweder als Triumph der „freien Welt“ oder des Kommunismus. Durch Sputnik offenbarte sich nun der sowjetische Vorsprung in der Raumfahrt. Dieser ließ den real existierenden Sozialismus, vom Marktwirtschaftler gerne als rückständig verschmäht, in ganz neuem Licht erstrahlen – und drohte, das amerikanische System zu diskreditieren. Im Wettstreit um die Völker der Dritten Welt konnte ein solcher Prestigeverlust verhängnisvoll sein. Als Präsident Kennedy den NASA-Chef Jim Webb drängte, die verfügbaren Mittel verstärkt auf das Apollo-Unternehmen der ersten Mondfahrt zu konzentrieren, standen technologische oder wirtschaftliche Ambitionen vielleicht nicht im Mittelpunkt. Vielmehr, so scheint es, träumte Kennedy von der Schlagzeile in allen Zeitungen dieser Welt: „Der erste Mann auf dem Mond ist ein Amerikaner.“</p>
<p class="MsoNormal" style="left;"><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--></p>
<p class="MsoNormal" style="left;">Eine maßgebliche Rolle bei dem Apollo-Unternehmen der Mondfahrt, wie auch bei den vorausgehenden Raumfahrtprojekten Mercury und Gemini, spielte der Deutsche Wernher von Braun. Im Dritten Reich war Braun in der nationalsozialis-tischen Militärforschung tätig gewesen. Sein Name steht im Zusammenhang mit der V2-Raketentechnik. Sein Mitwirken im amerikanischen Lager des <em>space race</em><span style="normal;"> ermöglichte ihm die Rehabilitation als Wissenschaftler. Bald nach der ersten Mondlandung fiel Braun sogar der Posten des stellvertretenden NASA-Direktors zu. Ob diese Ernennung moralisch haltbar war, darüber lässt sich streiten. Von der amerikanischen Rechtschaffenheit jedenfalls, die noch die Entnazifizierungs-programme im Deutschland der Nachkriegszeit bestimmte, war im Fall Wernher von Braun nichts mehr zu spüren. Seine Nazivergangenheit wurde da ausgeblendet, wo er im Kalten Krieg begann nützlich zu werden.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="left;"><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--></p>
<p class="MsoNormal" style="left;">Das Apollo-Projekt rückte unter Kennedy sehr schnell ins Zentrum der amerikanischen Raumfahrt. Im September 1962 hielt Kennedy eine Rede, in der er seine Ziele und Motivation darlegte. Damals winkte die Mondlandung als das nächste Etappenziel im <em>space race</em><span style="normal;">. Mittlerweile hatten die Sowjets mit Sputnik nicht nur den ersten Satelliten gezündet, sondern auch den ersten Menschen ins All befördert: Am 12. April 1961 wurde der Russe Yuri Gagarin zum ersten „Kosmonauten“; so nannte man schon bald die sowjetischen Raumfahrer im Unterschied zu den amerikanischen „Astronauten“. Die Wegstrecke zu einer ersten erfolgreichen Mondfahrt, die sich nun auftat, versprach den USA die Möglichkeit einer Aufholjagd. Erst im Juli 1969, fast 6 Jahre nach dem Tod John F. Kennedys, sollte diese seine Vision sich bewahrheiten, was aber noch durchaus in dem von ihm gesetzten Zeitplan stand: zu reüssieren, bevor sich die 1960er dem Ende neigen. Eine ganze Nation verharrte wie gebannt vor den Fernsehbildschirmen und beobachtete Neil Armstrong, wie er als Erster seinen Fuß auf die Mondoberfläche setzte.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="left;">BJ</p>
<p><!--EndFragment--></p>
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		<title>John F. Kennedys Besuch in West-Berlin</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Dec 2011 16:00:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thekennedys</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 26. Juni 1963 sprach John F. Kennedy die berühmten Worte, die seine Frau später einmal als die bekanntesten ihres Ehemannes bezeichnete. Am 3. Januar 1964 schrieb Jackie Kennedy in einem Brief an Willy Brandt: „Es ist eigentümlich – manchmal denke ich, daß die Worte meines Mannes, an die man sich am meisten erinnern wird, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 26. Juni 1963 sprach John F. Kennedy die berühmten Worte, die seine Frau später einmal als die bekanntesten ihres Ehemannes bezeichnete. Am 3. Januar 1964 schrieb Jackie Kennedy in einem Brief an Willy Brandt: „Es ist eigentümlich – manchmal denke ich, daß die Worte meines Mannes, an die man sich am meisten erinnern wird, jene waren, die er nicht in seiner eigenen Sprache ausgedrückt hat: ‘Ich bin ein Berliner.’”</p>
<p>Der Aufenthalt in Berlin war für Kennedy die wohl wichtigste Station seiner Deutschlandreise vom 23. bis 26. Juni 1963. Neben seiner weltberühmten Rede am Rathaus Schöneberg unternahm er noch eine Visite beim Gewerkschaftskongress, besichtigte das Brandenburger Tor sowie den Checkpoint Charlie, hielt eine Rede an der Freien Universität und besuchte die in Berlin stationierten amerikanischen Truppen.</p>
<p>Ein Besuch West-Berlins war im Rahmen der Europareise des amerikanischen Präsidenten ursprünglich nicht vorgesehen. John F. Kennedy lehnte der amerikanischen Presse zufolge einen Aufenthalt in der geteilten Stadt aus taktischen Gründen ab, um das bereits angespannte Verhältnis zwischen den Vereinigten Staaten und der UdSSR nicht weiter zu verschlechtern. Im Jahre 1961 hatte Kennedy drei „Essentials“ als die Hauptinteressen der USA gegenüber Deutschland festgelegt. Das erste der „vitalen Interessen“ nahm Bezug auf das Recht der alliierten Mächte, in den ihnen zugeteilten Besatzungs-gebieten präsent zu sein. Die anderen beiden „Essentials“ bezogen sich auf das Zugangsrecht der Alliierten nach Berlin und betonten die Wichtigkeit des Schutzes der Einwohner West-Berlins durch die Westmächte.</p>
<p>Willy Brandt, Regierender Bürgermeister West-Berlins, schickte am 12. März 1963 einen Brief an Kennedy. Darin bekräftigte er, dass die „Moral“ in Berlin gut sei, dass aber, angesichts der Schwierigkeiten im westlichen Lager ein Besuch in Berlin durch ein gemeinsames Auftreten aller drei Westalliierten die Einheit des Westens weithin sichtbar demonstrieren würde. Das Anraten einer Berlin-Reise von Seiten seines Bruders Robert F. Kennedy und des Außenministeriums führten letzten Endes dazu, dass Ende März die Berlin-Visite John F. Kennedys verkündet wurde. Der geschäfts-führende Minister im Außenministerium, McGeorge Bundy, sagte, dass Kennedy politischen Wert verschenken würde, wenn er die geteilte Stadt nicht mit in den Deutschlandbesuch einbezöge und fand sehr klare Worte: „Er muss Berlin besuchen.“</p>
<p>Als Kennedy am 26. Juni am Flughafen Tegel eintraf, war dies der Tag, an dem 15 Jahre zuvor die Berliner Luftbrücke in die Wege geleitet worden war. Lucius D. Clay, Initiator der Luftbrücke, begleitete Kennedy auf dessen Wunsch während seines Aufenthaltes in der geteilten Stadt. Bei der späteren Rede vor dem Rathaus Schöneberg würdigte Kennedy die Verdienste Clays, woraufhin in der Menschenmenge ein Begeisterungssturm losbrach.</p>
<p>Nach dem Empfang John F. Kennedys durch Bundeskanzler Konrad Adenauer, Bürgermeister Willy Brandt und den Präsidenten des Berliner Abgeordnetenhauses, Otto Bach, fuhr die Wagenkolonne des amerikanischen Präsidenten in Richtung Kongresshalle. Dort hielt Kennedy eine kurze Rede beim 6. Ordentlichen Gewerkschaftstag der „IG Bau, Steine, Erden“. Georg Leber, Vorsitzender der Gewerkschaft, überreichte dem amerikanischen Präsidenten einen Blumenstrauß, der von Gewerkschaftern Ost-Berlins stammte und zuvor über Schmuggelwege nach West-Berlin gelangt war.</p>
<p>In der DDR wurden Presse und Fernsehen hingegen von der „Agitationskommission beim ZK der SED“ dazu angehalten, den Besuch John F. Kennedys in West-Berlin „auf keinen Fall überzubewerten“. Die Regierung veranlasste am 25. Juni 1963 zudem, dass das Brandenburger Tor mit großen roten Stoffbahnen verhangen wurde, sodass Kennedy während seines Besuchs am nächsten Tag nicht auf die andere Seite sehen konnte. Ferner ließ das DDR-Regime eine Tafel anbringen, die den Präsidenten auf Englisch an die Vereinbarungen von Jalta und Potsdam erinnern sollte.</p>
<p>Im Anschluss an seinen Besuch beim Gewerkschaftskongress besichtigte Kennedy das Brandenburger Tor und den Checkpoint Charlie. Laut einem Bericht des US-Fernsehsenders NBC war es „offensichtlich, daß er emotional erregt war, durch das, was er hier gesehen hatte.“ Seine bereits vorbereitete Rede vor dem Schöneberger Rathaus änderte Kennedy daher kurz vor seinem Auftritt noch einmal um. Ursprünglich sollte seine Ansprache inhaltlich eher moderat gehalten werden, im Einklang mit der von ihm angestrebten Koexistenzpolitik. Die USA waren auf ein möglichst neutrales Verhältnis zur UdSSR aus, um ein Atomteststopp-Abkommen zu ermöglichen. Vor dem Rathaus Schöneberg, wo sich Schätzungen zufolge bis zu 450.000 Menschen versammelt hatten, bezog der amerikanische Präsident jedoch deutlich Stellung. Er sprach sich gegen den Kommunismus aus und kritisierte die Errichtung der Berliner Mauer, was er in einem Satz deutlich formulierte: „Die Mauer ist die abscheulichste und stärkste Demonstration für das Versagen des kommunistischen Regimes.“ Zudem sicherte Kennedy den West-Berlinern durch den lautstark umjubelten Satz „Ich bin ein Berliner“ seine Unterstützung zu. Nach der emotionsgeladenen Rede des Präsidenten, die großen Anklang beim Berliner Publikum fand, wurde im Rathaus ein Mittagessen eingenommen. Anschließend ging es zur vorletzten Station des Präsidenten-besuchs, der Freien Universität, wo Kennedy das Ehrenbürgerrecht erhielt. Nach seiner Ansprache an der FU traf der Präsident schlussendlich am Hauptquartier der amerikanischen Truppen ein, wo er einige Worte zu den Soldaten sprach. Kennedy ließ die Truppen wissen, dass sie vollsten Rückhalt in der amerikanischen Bevölkerung hätten und dass er sich der schwierigen Lage, in der sie sich befänden und die in der amerikanischen Geschichte einmalig sei, voll und ganz bewusst sei.</p>
<p>Auf dem Rückweg zum Flughafen Tegel erwarteten den Präsidenten jubelnde Menschenmengen an den Straßenrändern. Vor seinem Abflug bedankte Kennedy sich noch einmal für den herzlichen Empfang der ihm bereitet worden war und sagte, dass er für seinen Nachfolger eine Nachricht hinterlegen wolle, für den Fall dass schlechte Zeiten kämen. Darin würde zu lesen sein: „Go to Germany.“ Der Berlin-Besuch, der im Vorfeld so stark umstritten war, war letzten Endes einer der größten Erfolge der Amtszeit Kennedys.</p>
<p>KP</p>
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		<title>JFK vs Nixon – The First TV Debate</title>
		<link>http://www.thekennedys.de/blog/2011/10/jfk-vs-nixon-%e2%80%93-the-first-tv-debate/</link>
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		<pubDate>Mon, 17 Oct 2011 10:51:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thekennedys</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>

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		<description><![CDATA[ It is hardly contested among experts that the four TV debates between Kennedy and Nixon played a crucial role for the election results of 1960. Some might even consider the first encounter, in September, a turning point in the struggle to win the people’s favor. This is only logical if it was indeed not [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!--[if gte mso 9]&gt;  Normal 0 0 1 795 4534 37 9 5568 11.1539     &lt;![endif]--><!--[if gte mso 9]&gt;  0   21 0 0   &lt;![endif]--> <!--StartFragment--><span lang="EN-GB">It is hardly contested among experts that the four TV debates between Kennedy and Nixon played a crucial role for the election results of 1960. Some might even consider the first encounter, in September, a turning point in the struggle to win the people’s favor. This is only logical if it was indeed not so much the contents that decided the election than the contrastive personalities, or more precisely: their medialization – the candidates’ image. Whereas Kennedy succeeded in breathing youthful freshness and a national spirit of optimism into his public reputation, Nixon had to wrestle constantly with his abrasive, as he called it himself, “assassin image.”</span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-GB">The effect might well have waned by the night of the election, but we can, with some accuracy, establish the immediate</span><span lang="EN-GB"> impression the verbal sparring matches unfolded on the electorate. Both radio listeners and TV viewers were interviewed after the first encounter which candidate they regarded as the winner of the confrontation – and the comparison, in particular, is conclusive in this case: Those who followed the duel at their radios commonly assessed the debate as a draw, or even conceded a win to Nixon; those, though, that witnessed the audiovisual spectacle of how not only Kennedy and Nixon themselves spoke, but also outfits and gestures, camera positions and spotlights, mostly saw Kennedy as the victor. How come this difference? Provided we omit content and sound in answering this question, i.e. everything that radio and TV broadcast have in common, what is left to us is to point to the powers of TV pictorial language. </span></p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-GB">I will only point out two aspects here. First: differences in the duellists’ outward appearance. Even to such trivia as the shirt color experts ascribe significance – the overall impression, so the comments imply, is the sum of details. Bearing in mind this very sensitivity of his audience to the little things, Kennedy dispatched his aides only shortly before the show to fetch him a blue shirt to replace the white one he was wearing. Nixon either hadn’t been warned of the scenery’s light gray – as chance would have it, he was wearing light gray. Now he didn’t react as cleverly as his opponent, though. The upshot was a JFK in pleasant contrast next to a Nixon looking fairly blurry against the studio backdrop. And Nixon had yet one more problem: his five o’clock shadow – according to the commentators, an absolute no-go for a would-be president, in any case back then in 1960. For his next TV performances, his spin doctors were to equip him with more effective make-up. On September 26, however, they had settled for Lazy Shave, a light powder for men with a heavy growth in the afternoon. This scheme succeeded only moderately; his beard showed through and, for good measure, the powder proved quite vulnerable to sweat. Presumably, hardly any one was going to infer political competence or lack thereof from these, strictly speaking, superficial observations. Anyway, from a future president, and hence the personified figurehead of the nation, many might have expected some more care about his appearance.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-GB">Second: (body-)linguistic orientation. Already in his initial statement Kennedy showed an awareness that, what he and Nixon were to declare that night, didn’t speak to those present in the studio, the campaign assistants, reporters and TV makers, but the Americans glued to their domestic TV sets. He used, as the contemporary commentator Theodore H. White notes with slight irony, each question to address an appeal to the nation. Nixon, by contrast, remained arrested in the space-time continuum of the studio. His knowing that the cameras represented millions of potential voters didn’t have an obvious effect on his performance. Most of the time he sought the dialogue with Kennedy and the journalists, and thus relegated the viewer to the role of a passive observer. For Kennedy, the debate reinforced his image of the people’s motivator, a young, unspent politician, who neither intended to stand in the way of change nor shrunk back from setting out for new frontiers himself. </span></p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-GB">For Nixon, the first debate went unexpectedly bad. In fact, he had been very confident about September 26. Some might say, it was arrogance that prevented him from preparing thoroughly on the day of the duel, in contrast to JFK, who came together with his closest advisors one last time. Nixon seemingly remembered vividly his 1952 campaign which had brought him very positive experiences with TV cameras. However, the direct TV confrontation of the two major candidates for president reached the status of an American electioneering custom as an absolute novelty in 1960. Also for the Republican candidate, then, the terrain that was opening up now was entirely new. Nixon’s certainty about his own media qualities ultimately proved too trustful. Even if, for the progression of this first and the following three debates as well as the respectively subsequent evaluations by the audience, factors played a role that evaded the candidates’ influence, we can establish: Kennedy showed a far better understanding of how the medium television works. We might think it too daring to elevate a single night of the electioneering period to the significance of a “turning point.” At least we need to take into account, however, that 115 million Americans (White) watched one or more debates at home. Hence, an explication for the election results of 1960 can by no means ignore the “TV factor.”</span></p>
<p class="MsoNormal">BJ</p>
<p><!--EndFragment--></p>
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		<title>Die erste TV-Debatte</title>
		<link>http://www.thekennedys.de/blog/2011/10/die-erste-tv-debatte/</link>
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		<pubDate>Sun, 09 Oct 2011 14:52:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thekennedys</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass die vier TV-Duelle zwischen Kennedy und Nixon für den Ausgang der Wahlen 1960 eine zentrale Rolle spielten, steht unter Experten kaum zur Debatte. Manch einer sieht das erste Aufeinandertreffen am 26. September gar als Wendepunkt im Wettstreit der beiden Kandidaten um die Gunst der amerikanischen Wählerschaft. Das wäre nur folgerichtig, wenn die Wahl wirklich, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal">Dass die vier TV-Duelle zwischen Kennedy und Nixon für den Ausgang der Wahlen 1960<span> </span>eine zentrale Rolle spielten, steht unter Experten kaum zur Debatte. Manch einer sieht das erste Aufeinandertreffen am 26. September gar als Wendepunkt im Wettstreit der beiden Kandidaten um die Gunst der amerikanischen Wählerschaft. Das wäre nur folgerichtig, wenn die Wahl wirklich, wie Historiker Andreas Etges vermutet, weniger durch Inhalte entschieden wurde als durch den Kontrast der Persönlichkeiten, oder treffender: die Medialisierung derselben – das Image. Während JFK es vermochte, seinem öffentlichen Vorstellungsbild jugendliche Frische und nationale Aufbruchstimmung einzuhauchen, hatte Nixon stets mit seinem etwas rauhbeinigen, wie er es nannte, „<em>assassin image</em>“ (Image eines Attentäters) zu kämpfen.<span> </span></p>
<p class="MsoNormal">Selbst wenn der Effekt bis zum Wahlabend natürlich wieder verpufft sein konnte, lässt sich mit einiger Treffsicherheit der <em>unmittelbare</em> Eindruck feststellen, welchen die Rededuelle auf das Wahlvolk entfalteten. Sowohl Radiohörer als auch Fernsehzuschauer wurden im Nachhinein befragt, welchen Kandidaten sie denn als „Gewinner“ der Konfrontation einschätzten – und besonders der Vergleich ist hier einschlägig: Unter denjenigen, die das Duell nur vertont mitverfolgten, wertete man die Konfrontation vornehmlich als Unentschieden, oder räumte gar Nixon ein Übergewicht ein. Wer allerdings als audiovisuelles Spektakel miterleben durfte, wie nicht nur Kennedy und Nixon selber sprachen, sondern auch Outfits und Gebärden, Kameraposition und Scheinwerferbeleuchtung, der sah gemeinhin JFK auf der Siegerseite. Wie kam dieser Unterschied zu Stande? Sofern wir Inhalt und Ton bei der Beantwortung dieser Frage außen vor lassen, also alles, was Radio- und Fernsehübertragung gemein hatten, verbleibt uns der Hinweis auf die Macht televisueller Bildsprache.</p>
<p class="MsoNormal">An dieser Stelle nur zwei Punkte, erstens: das unterschiedliche Erscheinungsbild der beiden Präsidentschaftskandidaten. Selbst solchen Details wie der Farbe des Hemdes messen die Experten Bedeutung bei – der Gesamteindruck auf der Mattscheibe sei schließlich, so könnte man die Kommentare zusammenfassen, die Summe von Kleinigkeiten. Eingedenk eben dieser Empfindlichkeit seines Publikums für das Kleine aber Feine, sandte Kennedy noch kurz vor Beginn der Übertragung seine Helfer aus, um ihm ein blaues Hemd anstatt des weißen, das er am Leib trug, zu besorgen. Auch Nixon war nicht vor dem hellen Grau der Szenerie gewarnt worden – wie der Zufall es wollte, trug er helles Grau. Nun reagierte er allerdings nicht so gewandt wie sein Widersacher. Das Resultat war ein JFK in gefälligem Kontrast neben einem Nixon, der vor dem Hintergrund der Studioleinwand verschwamm. Des Weiteren machte dem Republikaner sein starker Bartschatten zu Schaffen – den amerikanischen Kommentatoren zufolge ein absolutes No-Go im Präsidentschaftswahlkampf, zumindest der damaligen Zeit. Für seine nächsten Fernsehauftritte würden ihn seine <em>spin doctors</em> mit effektiverem Make-Up ausrüsten, bei Nixons erstem Duell am 26. September allerdings begnügte man sich mit dem Einsatz von <em>Lazy Shave</em>, einem leichten Puder für Männer mit starkem Wuchs am Nachmittag. Der Erfolg war mäßig; es schien viel durch, und das Puder erwies sich zu allem Überfluss als anfällig für Schweiß. Vermutlich mochte kaum jemand von diesen Äußerlichkeiten auf inhaltliche Kompetenz oder Mangel derselben schließen. Vom künftigen Präsidenten, und damit dem personalen Aushängeschild der Nation, erwartete der eine oder andere aber vielleicht ein etwas sorgfältigeres Erscheinungsbild.</p>
<p class="MsoNormal">Zweitens: die (körper-)sprachliche Orientierung. Schon bei seinem Eingangsstatement zeigte Kennedy ein Bewusstsein dafür, dass, was er und Nixon heute Abend skandierten, letztlich nicht für die im Studio Anwesenden gedacht war, die Wahlkampfberater, Journalisten und Fernsehmacher, sondern für die Amerikaner vor den heimischen TV-Sets. Er nutzte, wie der zeitgenössische Kommentator Theodore H. White leicht ironisch bemerkt, jede Frage zu einem Appell an die Nation. Nixon dagegen blieb weitgehend befangen im Raum-Zeit-Kontinuum der Studioaufzeichnung. Das Wissen darum, dass sich hinter den Kameras Millionen von potenziellen Wählern verbargen, vermochte er nicht in einen entsprechenden Auftritt umzumünzen. Die meiste Zeit suchte er den Dialog zu Kennedy und Moderation und deklassierte den Zuschauer zu einem unbeteiligten Beobachter. Für Kennedy bestätigte sich also hier – um so mehr in direkter Gegenüberstellung zu dem eher unpässlichen Nixon – das Image des volksnahen Motivators, eines jungen, unverbrauchten Politikers, der sich der Umbruchsstimmung seiner Zeit nicht verwehren und selbst zu neuen Grenzen aufbrechen will.</p>
<p>Für Nixon hingegen lief diese erste Debatte alles andere als geplant. Eigentlich hatte er dem 26. September sehr zuversichtlich entgegengeblickt, wenn nicht gar etwas überheblich: Auf eine intensive Vorbereitung am Tag des Aufeinandertreffens, wie Kennedy sich einer unterzog, verzichtete er. Er erinnerte sich offenbar lebhaft an seine Kampagne von 1952, die ihm sehr positive Erfahrungen mit seiner Medienwirksamkeit beschert hatte. Die direkte TV-Konfrontation zweier Kandidaten erreichte den US-amerikanischen Wahlkampfritus 1960 allerdings als absolute Neuheit. Auch für Nixon öffnete sich hier ein völlig neues Terrain. Die Gewissheit über seine eigene unbedingte Fernsehtauglichkeit erwies sich letztlich als zu vertrauensvoll. Auch wenn für den Verlauf dieser ersten und aller weiteren TV-Debatten des Wahljahres 1960 sowie für die jeweils anschließende Einschätzung der Kandidaten durch die amerikanischen Wähler durchaus Faktoren eine Rolle spielten, die sich dem Einfluss der beiden Kandidaten entzogen, lässt sich feststellen: Kennedy zeigte ein weitaus besseres Verständnis für die Funktionsweise des Mediums Fernsehen. Es mag sein, dass wir nicht so weit gehen und eine einzige Nacht des Wahlkampfes zum „Wendepunkt“ erheben wollen. Zumindest müssen wir jedoch in Rechnung stellen, dass 115 Millionen Amerikaner (so White) eine oder mehrere der Debatten im Fernsehen sahen, und somit wohl keine Erklärung des Wahlausgangs ohne die Macht der TV-Inszenierung auskommen kann.</p>
<p>BJ</p>
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		<title>Caroline Bouvier Kennedy</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Sep 2011 08:49:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thekennedys</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 27. November 1957 wurde in New York die erste Tochter des zukünftigen Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, John F. Kennedy und seiner Frau ,Jacqueline Bouvier Kennedy, geboren - etwa vier Jahre nach deren Hochzeit am 12. September 1953.
Schon von Kindesbeinen an war Caroline Kennedy von Kameras und Journalisten umgeben. Sie wurde direkt in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal"><span style="Arial;">Am 27. November 1957 wurde in New York die erste Tochter des zukünftigen Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, John F. Kennedy und seiner Frau ,Jacqueline Bouvier Kennedy, geboren - etwa vier Jahre nach deren Hochzeit am 12. September 1953.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="Arial;">Schon von Kindesbeinen an war Caroline Kennedy von Kameras und Journalisten umgeben. Sie wurde direkt in den Wahlkampf ihres Vaters zum Präsidenten hineingeboren und spielte auch eine wesentliche Rolle darin.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="Arial;">Durch die Geburt seiner Tochter erschien Senator John F. Kennedy in der Öffentlichkeit als reifer und verantwortungsbewusster Mann, der sich um Frau und Kind und demnach auch um einen ganzen Staat kümmern konnte.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="Arial;">1960, als Caroline drei Jahre alt war, wurde ihr Vater zum 35. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="Arial;">Die Familie Kennedy zog ins Weiße Haus ein und stand somit noch mehr in der Öffentlichkeit als ohnehin schon zuvor. Dadurch wurde eine normale und ruhige Kindheit für Caroline und ihren Bruder John Jr., der am 25. November 1960 zur Welt kam, so gut wie unmöglich.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="Arial;">Trotzdem versuchte Jackie Kennedy ihren Kindern ein behütetes Leben zu ermöglichen. Sie richtete zum Beispiel einen Vorschulkindergarten ein, in dem Caroline und John Jr. auch andere Kinder in einem relativ neutralen Umfeld kennenlernen und Freundschaften schließen konnten. Berühmt sind auch die Bilder, welche die beiden Geschwister mit ihrem Vater spielend im Oval Office zeigen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="Arial;">Doch die augenscheinlich harmonische Lebenssituation hielt nicht lange an. Am 22. November 1963 wurde John F. Kennedy während eines Besuches in Dallas, Texas, gewaltsam ermordet, und Caroline verlor mit gerade einmal sechs Jahren ihren Vater.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="Arial;">Selbst in dieser tragischen Zeit war es ihr und ihrer Familie nicht vergönnt, sich zurückzuziehen, um den Schmerz und die Trauer privat zu verarbeiten. Gerade jetzt waren Fotografen erpicht darauf, Bilder der trauernden Familie zu machen. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="Arial;">So ist es vielleicht auch nachvollziehbar, dass Caroline Kennedy in den folgenden Jahren und bis heute die Öffentlichkeit scheut und ihre Privatsphäre schützt.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="Arial;">Um ihren Kindern mehr Anonymität zu bieten, zog Jackie 1964 mit ihnen nach New York City.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="Arial;">Bobby Kennedy versuchte die Familie wieder aufzubauen und fungierte als eine Art Ersatzvater für die Kinder, doch Caroline, die von Natur aus schon ein schüchternes Wesen hatte, zog sich immer mehr zurück.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="Arial;">Im Jahr 1968 verlor Caroline dann auch diese Vertrauensperson aufgrund eines politischen Attentates in Los Angeles.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="Arial;">In den folgenden Jahren versuchte sie immer weniger in der Öffentlichkeit aufzutreten. Zwar begleitete sie ihre Mutter zu offiziellen Anlässen, doch ihr eigenes Leben gestaltete sie eher bodenständig.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="Arial;">Sie studierte am Radcliffe College und an der Columbia Law School Jura und arbeitete dann zeitweise im Senatsbüro ihres Onkels Edward Kennedy.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="Arial;">Am 19. Juli 1986 heiratete sie den Designer Edwin Schlossberg, den sie 1980 bei ihrer Arbeit im Metropolitan Museum of Art kennen gelernt hatte. Das war auch ganz zum Wohlgefallen ihrer Mutter Jackie, die mit Carolines Wahl durchaus einverstanden war.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="Arial;">Ihr erstes Kind bekam sie im Juni 1988 und benannte es nach ihrer Großmutter Rose Kennedy Schlossberg. 1990 folgte das zweite Kind Tatiana und 1993 ihr Sohn John, getauft nach ihrem Vater John F. Kennedy.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="Arial;">Leider sollte auch diese Familienidylle durch weitere Schicksalsschläge erschüttert werden.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="Arial;">Nachdem bei ihrer Mutter Jackie Krebs festgestellt wurde, starb diese 1994 in ihrer Wohnung in New York. Nur wenige Jahre später verlor sie zudem noch ihren Bruder John Jr., der 1999 bei einem Flugzeugabsturz in der Nähe von Martha’s Vineyard ums Leben kam.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="Arial;">Ereignisse wie diese machten Caroline umso deutlicher bewusst, wie wichtig ihr ihre Privatsphäre war, und sie tat alles, um sich und ihre Kinder vor ungewollten Überfällen der Presse zu schützen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="Arial;">Wenn ihr Name in den Medien auftauchte, dann lediglich im Bezug zu ihren Veröffentlichungen als Autorin. So brachte sie zum Beispiel in Gedenken an ihre Mutter einen erfolgreich publizierten Gedichtband mit dem Titel <em>The Best-Loved Poems of Jacqueline Kennedy Onassis </em><span>heraus<em>. </em></span></span><span style="Arial;" lang="EN-GB">Andere Werke Caroline Kennedys sind unter anderem <em>The Right to Privacy</em> (1995), <em>A Family of Poems</em> (2005) oder <em>A Family Christmas</em> (2007).</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="Arial;">Neben ihrer Tätigkeit als Autorin engagiert sie sich außerdem für wohltätige Zwecke und den Erhalt des Andenkens an ihren Vater, was man nicht zuletzt auch an ihren erfolgreichen Bemühungen sehen kann, die Ausstrahlung einer historisch nicht ganz korrekten Serie mit dem Namen „The Kennedys“ in den USA zu verhindern. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="Arial;">Caroline Kennedy ist Präsidentin der Kennedy Library Foundation sowie Vorsitzende des American Ballet Theatre. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="Arial;">Erst seit Barack Obamas Wahlkampf zum Präsidenten 2008 gilt Carolines Interesse wieder politischen Themen. Gemeinsam mit ihrem Onkel Ted Kennedy unterstützte sie Obamas Kandidatur. In einer mitreißenden Rede setzte sie ihn und seine politischen Visionen mit ihrem Vater John F. Kennedy gleich und hoffte auf eine politische Ära, die den Menschen genauso viel Hoffnung und positive Veränderungen bringt, wie die Zeit der Präsidentschaft ihres Vaters.</span></p>
<p><em><span style="Arial;" lang="EN-GB">“Over the years, I’ve been deeply moved by the people who’ve told me they wished they could feel inspired and hopeful about America the way people did when my father was president. This sense is even more profound today. That is why I am supporting a presidential candidate in the Democratic primaries, Barack Obama.”</span></em></p>
<p class="MsoNormal"><span style="Arial;">Weiteres politisches Interesse zeigte Caroline Kennedy 2009, als sie sich für das Amt der Senatorin für den Bundesstaat New York als Nachfolgerin von Hillary Clinton bewarb. Sie zog jedoch ihre Kandidatur aus persönlichen Gründen wieder zurück. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="10pt;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="Arial;">CH</span></p>
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